Am 7. November rangierte Westfalia Wickede in der Meisterschaft hinter dem FC Brünninghausen und dem TuS Eving Lindenhorst. Damals war der Stichtag.

Halle Dortmund

Westfalenhalle - Endstation Sehnsucht

29. Dezember 2011, 07:56 Uhr

Am 7. November rangierte Westfalia Wickede in der Meisterschaft hinter dem FC Brünninghausen und dem TuS Eving Lindenhorst. Damals war der Stichtag.

Nur die beiden bestplatzierten Westfalenligisten wurden für die Zwischenrunde gesetzt und das waren – der sensationellen Wickeder Hinrunde zum Trotz – die Vorjahressieger aus Brünninghausen und Eving.
[infobox-right]Termine im Überblick
Vorrunde: Donnerstag, 29. Dezember, und Freitag, 30. Dezember, jeweils ab 17.30 Uhr.
Zwischenrunde: Freitag, 6. Januar (17.30 Uhr), und Samstag, 7. Januar (15.30 Uhr).
Finalrunde: Freitag, 13. Januar (16.30 Uhr), und Samstag, 14. Januar (15 Uhr).[/infobox]
Damit sind zwei Favoriten der 28. Dortmunder Hallenstadtmeisterschaft schon genannt. Ansonsten gilt jedoch: So groß wie die Stadt, so groß wie das Teilnehmerfeld, so groß ist auch der Favoritenkreis. Beim Titelverteidiger, der eine bisher durchwachsene Saison hinter sich hat, hat sich indes einiges getan. Auf der FCB-Bank wird Frank Eigenwillig sitzen, nicht der vor einem Jahr noch gefeierte Volker Rieske.

Andernorts oft gehörte Abwägungen, nach dem Motto: „Der Spaß soll im Vordergrund stehen, Hauptsache, es verletzt sich keiner“, waren von ihm nicht zu hören. „Das Ziel ist die Titelverteidigung“, hatte er vor Weihnachten angekündigt. Seine Kommentare zu den Winterzugängen Danny Woidtke, Mathias Tomaschewski und Bastian Pinske endeten stets mit dem Hinweis: „Das ist auch ein guter Hallenspieler.“

Das Lied von den Verletzungen, die unbedingt zu vermeiden sind, singt allerdings Samir Habibovic, der Sportliche Leiter des ASC 09 Dortmund. Die gebeutelten Aplerbecker haben damit schon genug Pech in dieser Spielzeit gehabt, so dass Habibovic die Halle eher als willkommene Abwechslung sieht, bei der – und das können sie beim ASC auch gut gebrauchen – die Spieler Selbstvertrauen tanken sollen. Die Kicker selbst werden durch solche Hinweise wohl nicht in ihrem Ehrgeiz zu bremsen sein, für 09-Coach Jörg Silberbach, früher auch mit Begeisterung am Filzball, dürfte dasselbe gelten. Die jüngsten Auftritte seiner Schützlinge in Dinslaken (Platz vier) und vor allem in Waltrop, wo die Blau-Weißen den Turniersieg feierten, geben davon Zeugnis ab.

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Wenn Dortmunder Vereine an solchen Turnieren teilnehmen, dann nicht ohne Hintergedanken. In der Vorbereitung auf den Höhepunkt des Jahres soll nichts dem Zufall überlassen werden. Das war eigentlich auch Ziel von Marko Schott. Der Trainer von Westfalia Wickede flog wegen einer angeblichen Schiedsrichter-Beleidigung beim Turnier in Heeren vom Platz und muss nun mit einer Sperre rechnen.
[infobox-left]Preisgeld: 3.000 Euro extra
Vom Fußballkreis Dortmund werden neben den Preisgeldern (8.750 Euro) unter den acht Vereinen des Endspieltages nach einem Schlüssel 3.000 Euro aufgeteilt, die zweckgebunden für die Nachwuchsarbeit verwendet werden müssen. Von einer Jury werden außerdem die besten Fangruppen der Finalrunde gekürt und mit jeweils 500 Euro prämiert.

Vier Klubs feiern Premiere
Mit Posterum United, dem FC Sandzak, Vatanspor Derne und dem Futebol Clube St. Antonio haben sich vier Vereine erstmals qualifiziert.[/infobox]
Konsequenterweise kündigte der 37-Jährige danach an, dass für ihn selbst nun kein Platz mehr im Spielerkader sei. Die Torjägerkrone, die er sich bei der Westfalenhallen-Premiere sicherte, wird sich am 14. Januar 2012 ein anderer aufsetzen.

Überhaupt, der Austragungsort! Die Entscheidung, für das Finale des Turniers in die Westfalenhalle umzuziehen, hat sich als goldrichtig erwiesen und den Stellenwert der Veranstaltung noch einmal in ganz andere Sphären katapultiert.

„Westfalenhalle“ – allein der Name klingt für jeden Dortmunder Amateurfußballer magisch und sorgt für leuchtende Augen. Wird für die Vor- und Zwischenrunde zumeist der Vergleich mit einem „Familientreffen“ bemüht, ist das Final-Wochenende dann ganz sicher ein „Familienfest“. Wenn rund 6.000 Zuschauer das ehrwürdige Rund in einen Hexenkessel verwandeln, darf sich jeder Beteiligte in der deutschen Fußballhauptstadt wähnen.

[b]Alle Vorrundengruppen in der Übersicht:[/b]
[url]http://www.reviersport.de/pokal/halle-t28-v-1.html[/url]

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