Jung, dynamisch, erfolgshungrig und ein Duisburger Eigengewächs. Andre Hoffmann hat den Sprung ins Profi-Geschäft Fußball beim MSV Duisburg gemeistert.

Hoffmann startet durch

"Trainerwechsel hat sich ausgezahlt"

08. Dezember 2011, 13:17 Uhr

Jung, dynamisch, erfolgshungrig und ein Duisburger Eigengewächs. Andre Hoffmann hat den Sprung ins Profi-Geschäft Fußball beim MSV Duisburg gemeistert.

Mehr noch: Er ist für viele MSV-Fans bereits in seiner ersten Saison ein Vorbild geworden. Beim Derby gegen Düsseldorf stockte den Anhängern deshalb auch der Atem, als der Youngster schmerzgekrümmt am Boden lag und sich seinen bereits lädierten Fuß hielt. Goran Sukalo eilte ihm zur Hilfe und signalisierte plötzlich die Auswechselung.

Unweigerlich wurden Erinnerungen an Julian Koch wach, der sich Anfang des Jahres beim Nachbarschaftsduell in Oberhausen ein Kompartment-Syndrom zuzog und immer noch nicht wieder spielen kann. „Es sah böse aus, aber zum Glück ist nichts passiert“, kann der U19-Nationalspieler Entwarnung geben. „Ich habe einen Schlag auf den Knöchel bekommen, bin weggeknickt, aber die Bänder sind nicht verletzt. Ich werde am Freitag spielen können.“

Eine positive Nachricht, denn der Sympathikus hat sich zu einem echten Leistungsträger entwickelt. Ob als Sechser oder Innenverteidiger, auf Hoffmann ist Verlass. Zweikampfstark, technisch versiert und zielstrebig. Attribute, die den Auswahlspieler des DFB auszeichnen, die aber auch Begehrlichkeiten anderer Vereine wecken. Hoffmann ist auf der Überholspur und hat in Duisburg zwar noch einen Vertrag bis 2013, doch Sportdirektor Ivica Grlic spricht bereits mit ihm über die Zukunft. „Ich habe dem MSV viel zu verdanken. Es kann sein, dass wir uns einigen“, würde er seinen Kontrakt auch vorzeitig verlängern.

"Es muss Ruhe einkehren"
Wie wichtig er ist, wurde auch gegen Düsseldorf deutlich. Neben Sukalo räumte er auf und legte die Offensive der Fortuna an die Kette. „Neben solchen Routiniers wie Goran oder Branimir Bajic spielen zu können, hilft mir ungemein“, will Hoffmann die Lorbeeren nicht alleine einsacken.

Dass die Partie gegen den KSC aber eine ganz besondere für ihn sein wird, daraus macht Hoffmann keinen Hehl. Schließlich feierte er im Karlsruher „Wildpark“ sein Profi-Debüt in der Startelf. „Dieses Match werde ich nie vergessen, auch wenn wir dort ein Wechselbad der Gefühle durchlebt haben“, erzählt Hoffmann. In Aachen folgte dann sein erstes Tor als Profi, jetzt steht die erste Wiederholung an. „Und dieses Mal werden wir erfolgreich sein“, ballt er die Faust. „Der Trainerwechsel hat sich bei uns nämlich ausgezahlt. Wir fassen uns wieder ein Herz, zeigen Eigeninitiative und spielen besseren Fußball, weil wir nicht nur noch lang und hoch nach vorne spielen. Wir versuchen nun, Situationen spielerisch zu lösen.“

Nicht nur auf dem Platz ist Hoffmann unverzichtbar. Obwohl er erst 18 Jahre jung ist, ist seine Meinung wichtig. Deshalb bezieht er auch zum Theater in der Führungsetage klar Stellung: „Wir bekommen das durch den Pressespiegel natürlich mit. Wir versuchen, die negativen Schlagzeilen durch positive Ergebnisse auszugleichen. Aber eins ist auch klar: Da muss endlich Ruhe einkehren.“

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