Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat in Osnabrück ihr Länderspiel gegen Kanada mit 3:1 (1:1) gewonnen. Stürmerin Birgit Prinz erzielte ihren 83. Treffer und schloss damit zu Rekordtorschützin Heidi Mohr auf.

DFB-Frauen bestehen EM-Test gegen Kanada

er
21. April 2005, 17:07 Uhr

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat in Osnabrück ihr Länderspiel gegen Kanada mit 3:1 (1:1) gewonnen. Stürmerin Birgit Prinz erzielte ihren 83. Treffer und schloss damit zu Rekordtorschützin Heidi Mohr auf.

Deutschlands Weltmeisterinnen haben 46 Tage vor dem Start der Europameisterschaft in England (5. bis 19. Juni) trotz eines in der Endphase besiegelten Sieges einen leichten Dämpfer erhalten. Das Team von DFB-Trainerin Tina Theune-Meyer gewann zwar das erste Spiel der zweiteiligen EM-Generalprobe gegen Kanada in Osnabrück mit 3:1 (1:1), offenbarte aber große Mängel in der Chancenverwertung. Bereits am Sonntag steht für den fünfmaligen Europameister in Hildesheim (11.00) der letzte Test an, ehe bei zwei Lehrgängen im Mai der letzte Schliff für die kontinentale Endrunde auf der Insel vorgenommen wird.

Allen mit der Führung für Kanada

"Wir haben den Gegner unnötig stark gemacht. Vieles war zerfahren, die Ruhe vor dem Tor hat gefehlt. Das muss noch besser werden", kritisierte Theune-Meyer. Vor 6825 Zuschauern an der Bremer Brücke besiegelten Sonja Fuss (45./Potsdam), Birgit Prinz (79./Frankfurt) und Rückkehrerin Inka Grings (86./Duisburg) bei einem Gegentreffer von Amber Allen (14.) den fünften Sieg der DFB-Auswahl im fünften Vergleich mit den Nordamerikanerinnen. Weltfußballerin Prinz schloss mit ihrem 83. Treffer im 133. Länderspiel auf DFB-Rekordtorschützin Heidi Mohr auf.

Gegen den WM-Vierten von 2003 taten sich die Gastgeberinnen aber lange schwer und vergaben in erster Linie durch Potsdams Conny Pohlers beste Torchancen. Dabei hatte Theune-Meyer bewusst auf Offensive gesetzt, wobei Prinz zunächst statt wie gewohnt im Sturm hinter der einzigen Spitze Sandra Smisek vom FSV Frankfurt im offensiven Mittelfeld eingesetzt wurde.

Schwächen in der Abwehr

Einige Schwächen offenbarte auch die Vierer-Abwehrkette um Sandra Minnert aus Bad Neuenahr. Die wegen den Folgen eines Nasenbeinbruchs mit einer Gesichtsmaske spielende Verteidigerin kam bei einem Kopfballduell zu spät und konnte die Führung der Gäste nicht verhindern.

Der Weltmeister zeigte in der Folge ein gefälliges Aufbauspiel, wurde aber nach einem Abseitstor von Prinz (39.) erst in der letzten Minute der ersten Halbzeit belohnt. Eine verunglückte Flanke von Fuss landete zum Erstaunen der kanadischen Keeperin Taryn Swiatik im Tor. Auch nach dem Wechsel mühte sich der EM-Mitfavorit, ehe Prinz für die Erlösung sorgte. Grings krönte ihr Comeback nach einjähriger Nationalmannschafts-Abstinenz mit dem Treffer zum Endstand.

Autor: er

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