Nach seiner positiven Dopingprobe verzichtet Al-Saadi Gaddafi, Sohn des libyschen  Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi, freiwillig auf eine B-Probe. Dem Profi des AC Perugia droht nun eine zweijährige Sperre.

Gaddafi-Sohn verzichtet auf B-Probe

beb
12. November 2003, 13:26 Uhr

Nach seiner positiven Dopingprobe verzichtet Al-Saadi Gaddafi, Sohn des libyschen Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi, freiwillig auf eine B-Probe. Dem Profi des AC Perugia droht nun eine zweijährige Sperre.

Nach der positiven B-Probe von Manuele Blasi vom AC Parma hat der italienische Fußball nun einen weiteren Dopingfall. Al-Saadi Gaddafi, Sohn des libyschen Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi und Profi beim italienischen Serie-A-Klub AC Perugia, verzichtet nach seinem positiven Dopingbefund offenbar auf die Gegenprobe. Dies berichtet die Gazzetta dello Sport am Mittwoch. Der Verzicht auf die B-Probe gleicht einem Geständnis, meinte die Tageszeitung. Der 30-Jährige muss nun mit einer zweijährigen Sperre rechnen.

Bei Gaddafi junior war das anabole Steroid Norandrostendion festgestellt worden. Der Vize-Präsident des libyschen Sportbundes ist der dritte Spieler, der in diesem Jahr in Italiens erster Liga des Dopings überführt wurde. Der Nationalspieler wurde beim Serie-A-Spiel zwischen Perugia und Reggina am 5. Oktober positiv getestet.

Al-Saadi Gaddafi, der seit einigen Tagen in Tunesien mit der libyschen Nationale trainiert, soll laut Vermutungen italienischer Medien nicht mehr nach Perugia zurückkehren. Nicht auszuschließen sei außerdem, dass Perugia die Auflösung des Vertrags beantragen werde, hieß es. Al Saadi, der bis vor einigen Wochen im Aufsichtsrat des italienischen Rekordmeisters Juventus Turin saß, hatte im Juni in Perugia einen Zweijahres-Vertrag unterzeichnet.

Autor: beb

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