Werder Bremen und die Nationalmannschaft müssen vorerst auf Innenverteidiger Frank Fahrenhorst verzichten, der sich einen Nasenbeinbruch zugezogen hat. Bundestrainer Jürgen Klinsmann nominierte Christian Wörns nach.

Fahrenhorst fällt mit Nasenbeinbruch aus

jt
03. Oktober 2004, 14:57 Uhr

Werder Bremen und die Nationalmannschaft müssen vorerst auf Innenverteidiger Frank Fahrenhorst verzichten, der sich einen Nasenbeinbruch zugezogen hat. Bundestrainer Jürgen Klinsmann nominierte Christian Wörns nach.

Nach Frank Baumann muss Werder Bremen den nächsten deutschen Nationalspieler ersetzen. Verteidiger Frank Fahrenhorst erlitt bei der 1:2 (0:1)-Niederlage des deutschen Pokalsiegers gegen Rekordmeister Bayern München einen Nasenbeinbruch und fällt bis auf Weiteres aus.

Der 27-Jährige musste nach einem Zweikampf mit Nationalspieler Michael Ballack schon in der siebten Minute das Spielfeld vorzeitig verlassen und wurde durch den finnischen Auswahlspieler Pekka Lagerblom ersetzt. Fahrenhorst fehlt damit auch der deutschen Nationalmannschaft beim Länderspiel am kommenden Samstag (18 Uhr MESZ/live im ZDF) im Iran.

Klinsmann nominiert Wörns nach

Für den Bremer nominierte Bundestrainer Jürgen Klinsmann Vize-Weltmeister Christian Wörns von Borussia Dortmund nach. Der 32-Jährige war ebenso wie die Abwehrspieler Jens Nowotny (Bayer Leverkusen), Arne Friedrich (Hertha BSC Berlin) und Frank Baumann (Werder Bremen) von Klinsmann bei der Nominierung für die Partie in Teheran zunächst übergangen worden, weil der Bundestrainer abermals der Jugend eine Chance geben wollte und daher auch Per Mertesacker von Hannover 96 berief. "Aber nun mussten wir handeln. Mit nur zwei Innenverteidigern wäre das Risiko zu groß gewesen", erklärte Klinsmanns Assistent Joachim Löw am Sonntag dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Den Vorzug gegenüber den zuletzt verletzten Nowotny und Friedrich erhielt Wörns, "weil er schon über einige Spiele wieder im Rhythmus ist", erklärte Löw: "Außerdem wäre er beim nächsten Mal" - beim Länderspiel gegen Kamerun am 17. November in Leipzig (20.40 Uhr/live in der ARD) - "ohnehin wieder dabei gewesen". Wörns hatte nach seinem bislang letzten Länderspiel, dem 1:2 gegen Tschechien bei der Euro in Portugal, selbst an einer Achillessehnenverletzung laboriert, bestritt aber zuletzt fünf Bundesligaspiele in Folge.

Keine Dreier-Abwehrkette

Wörns wird in Teheran voraussichtlich mit Robert Huth vom FC Chelsea, der beim 1:1 gegen Rekordweltmeister Brasilien ein starkes Debüt im Nationalteam gefeiert hatte, die Innenverteidigung bilden. Eine Reduzierung auf einer Dreier-Abwehrkette schloss Löw aus. "Wir haben mit dem 4-4-2-System angefangen, und das hat bislang ganz gut geklappt. Das gilt es nun zu festigen, auch wenn wir zurzeit einen generellen Engpass bei den Innenverteidigern zu überwinden haben", sagte der Assistenztrainer.

Weitere Absagen musste Löw nach den sieben Bundesliga-Spielen am Samstag nicht registrieren. "Es hat sich keiner gemeldet", bestätigte der 44-Jährige vor seinem Abflug am Sonntag nach London, wo er und der aus Kalifornien anreisende Klinsmann auch mit Arsenals Teammanager Arsene Wenger zusammentreffen wollten. Am Dienstag dann versammeln Klinsmann und Löw ihren Kader in München. Von dort reist der Tross des DFB am Donnerstag nach Teheran. Bereits in der Nacht nach der Partie (19.30 Uhr Ortszeit) wird die Rückreise angetreten.

Autor: jt

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