Jetzt ist es amtlich. Siegen II bleibt in der Oberliga Westfalen, SuS Stadtlohn steigt in die Verbandsliga ab. Grund: In der Regionalliga Süd wurde dem 1. FC Schweinfurt die Lizenz für die dritte Spielklasse verweigert. Damit rückt Siegens erste Mannschaft als bestplatziertester Absteiger zum zweiten Mal in Folge in die Süd-Staffel. Die viertklassige Reserve ist damit gerettet.

Schweinfurts Lizenz-Entzug lässt Siegen jubeln und bricht Stadtlohn das Genick

tr
14. Juni 2004, 13:43 Uhr

Jetzt ist es amtlich. Siegen II bleibt in der Oberliga Westfalen, SuS Stadtlohn steigt in die Verbandsliga ab. Grund: In der Regionalliga Süd wurde dem 1. FC Schweinfurt die Lizenz für die dritte Spielklasse verweigert. Damit rückt Siegens erste Mannschaft als bestplatziertester Absteiger zum zweiten Mal in Folge in die Süd-Staffel. Die viertklassige Reserve ist damit gerettet.

Jetzt ist es amtlich. Siegen II bleibt in der Oberliga Westfalen, SuS Stadtlohn steigt in die Verbandsliga ab. Grund: In der Regionalliga Süd wurde dem 1. FC Schweinfurt die Lizenz für die dritte Spielklasse verweigert. Damit rückt Siegens erste Mannschaft als bestplatziertester Absteiger zum zweiten Mal in Folge in die Süd-Staffel. Die viertklassige Reserve ist damit gerettet.

Schweinfurt hat es versäumt, die Fristen des Deutschen Fußball Bundes (DFB) zu erfüllen. Zudem konnte eine 500.000 Euro-Finanzlücke nicht geschlossen werden. Desweiteren haben die Bayern es nicht geschafft, eine Bürgschaft für die neue Serie in Höhe von 455.000 Euro zu hinterlegen. Deswegen erteilte der DFB-Zulassungs-Beschwerde-Ausschuss unter Leitung von Schatzmeister Theo Zwanziger keine Freigabe. RevierSport unterhielt sich mit Siegens Manager Rolf Bleck über die schicksalhafte Fügung, Engel und die Zukunft.

Herr Bleck, Ihre Mannschaft ist wie im letzten Jahr sportlich abgestiegen, bleibt durch die Lizenz-Entzüge der Konkurrenz aber doch in der Klasse. Wieviele Engel haben Sie auf Ihren Schultern sitzen?
Es ist schon kurios, aber von Engeln würde ich nicht sprechen. Aber vielleicht ist da irgendwo jemand, der unsere harte Arbeit zu schätzen weiß.

Trifft das Wort Schicksal eher zu?
Noch besser wäre Glück. Aber unsere Mannschaft hat besonders zum Schluss bewiesen, dass wir in dieser Liga mithalten können.

Trotzdem steht das sportliche Aus, oder?
Natürlich. Es gibt mit Sicherheit zehn kleine Gründe, warum es zu Serienbeginn so schlecht bei uns aussah. Aber wir haben nicht herausgefunden, was richtig falsch lief. Natürlich haben wir die gesamte Zeit über auf den Lizenz-Entzug von Schweinfurt spekuliert. Deswegen hat sich das Team in den letzten Partien auch noch einmal richtig reingekniet, um als bester Absteiger die Saison zu beenden.

Was muss sich in der anstehenden Spielzeit ändern?
Einiges. Die Verhandlungen mit neuen Spielern haben geruht. Wir haben voll für die Oberliga geplant. Deshalb haben wir mit Marco Stark, Marco Weißhaupt und Oliver Unsold auch drei Neuzugänge. Ihre Verträge haben nur in der Regionalliga Gültigkeit. Jetzt müssen wir uns gezielt in allen Team-Teilen verstärken. Noch einmal dürfen wir uns auf das Glück nicht verlassen.

Aber aller guten Dinge sind doch drei?
Auf diesen Nervenkitzel können wir alle verzichten. Aber wir haben begriffen, dass der sportliche Einsatz nur noch zu 50 Prozent zählt. Die andere Hälfte stellt der Finanz-Rahmen. Den erfüllen wir vorbildlich.

Damit bleibt Ihre Reserve in der Oberliga.
Für die Jungs freut es mich besonders. Die haben im Endspurt noch einmal richtig Gas gegeben, obwohl sie wussten, dass die Erste absteigt. Alleine die Leistung des letzten Spieltages, als sie Bochum nach einem 1:3-Rückstand noch mit 4:3 geschlagen haben, zeigt, dass sie es verdient haben, drin zu bleiben.

Wie geht es für die Zweitvertretung weiter?
Wie immer. Wir verfolgen das Konzept, junge Spieler an die Erste heranzuführen. Das geht in der Oberliga natürlich leichter. Ein Abstieg hätte uns aber auch nicht das Genick gebrochen, weil die Kosten in beiden Klassen gleich wären. In der vierten Liga bekommen wir noch Fernsehgelder, also ist es natürlich angenehmer.

Autor: tr

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