Der Abschluss war so, wie es sich alle in Oberhausen erträumt hatten. Denn durch den Sieg gegen Osnabrück gelang den Kleeblättern der Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz, genau dahin, wo man am Ende der Spielzeit stehen will.

RWO: "Scharpi", Bruns, Narewsky, Larsen, Ollhoff

cb
16. Dezember 2005, 11:01 Uhr

Der Abschluss war so, wie es sich alle in Oberhausen erträumt hatten. Denn durch den Sieg gegen Osnabrück gelang den Kleeblättern der Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz, genau dahin, wo man am Ende der Spielzeit stehen will.

Der Abschluss war so, wie es sich alle in Oberhausen erträumt hatten. Denn durch den Sieg gegen Osnabrück gelang den Kleeblättern der Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz, genau dahin, wo man am Ende der Spielzeit stehen will. Vor dem Gang in den Urlaub unterhielt sich RS noch mit Oberhausens Coach Harry Pleß über die turbulente Hinserie und den Blick in die Zukunft.

[b]Harry Pleß, wie lief die Weihnachtsfeier nach dem Sieg gegen Osnabrück ab? <b/>

Es war toll, ein super Abend. Das Ambiente im Ebertbad passte genau, ein gelungener Abschluss der Hinserie. Der Höhepunkt war das Wichtel-Geschenk für Jörg Scherbe, er hat eine Gelbe und eine Rote Karte bekommen, dazu eine Trillerpfeife. Alles, weil er im Training gerne meckert, es war eine riesige Gaudi.

[b]Wie lautet Ihr Fazit der Hinrunde? <b/>

Ich wusste, es wird hier nicht einfach. Die Aufgabe kostet Zeit, Kraft und Geduld. Aber wir haben fast alles in die Reihe bekommen. Die Jungs haben sich super entwickelt, klasse, was das Team geleistet hat. Da sieht man, kontinuierliche Arbeit zahlt sich aus.

[b]Im Laufe der Spielzeit wurden einige Abläufe geändert, oder? <b/>

Richtig, Maßnahmen wurden ergriffen, die sich als richtig erwiesen. Unter anderem wurde mehr trainiert, fast jede Woche gab es sieben Einheiten. Die Truppe sollte sich ständig mit dem Sport beschäftigen.

[b]Wer waren in der schweren Zeit Ihre Ansprechpartner im Team? <b/>

Vor allem Lars Heller und Tobias Schäper, mit denen ich alles bespreche.

[b]Auffällig war zuletzt, die Einwechsler waren sofort da. Woran lag das? <b/>

An unserem Torwart-Trainer Manfred Behrendt, der auch für das Aufwärmprogramm der Ersatzleute zuständig ist. Dadurch waren die Jungs sofort da, wie zum Beispiel Sebastian Radtke in Münster oder Nassirou Ouro-Akpo gegen Osnabrück.

[b]Speziell in der Mitte der Saison gab es viele Turbulenzen, an der Spitze der Rücktritt vom Vorstand. Wie sehen Sie rückblickend die Zeit seit diesem Tag im September? <b/>

Ich hatte die Entscheidung, trete ich auch zurück, oder bleibe ich. Ich habe mich für das Bleiben entschieden, danach habe ich erst mal alles gemacht, mich allen Problemen gestellt. Daher bin ich schon stolz auf die Arbeit der letzten Monate.

[b]Ihnen liegt noch etwas auf dem Herzen. <b/>

Es ging aber auch alles nur, weil wir hier alle eine Einheit sind. Der Trainerstab, die Betreuer, die Mannschaft und das Arbeitsteam. Ganz wichtig ist für mich, die, die damals zu mir standen, sind immer noch da. Denen gilt mein Dank, die unsere Situation immer realistisch eingeschätzt haben. Was wir zuletzt geschaffen haben, war nur mit dem Arbeitsteam möglich, die im Hintergrund tolle Dinge geleistet haben und damit die Voraussetzung geschafft haben, dass ich hier weiter vernünftige Arbeit abliefern kann.

[b]Unter anderem wurde das Trainingslager in der Türkei im Januar ermöglicht. Wie ist Ihre Meinung dazu? <b/>

Auch hier lief alles erstklassig ab, genau wie bei der Kleeblätter-Retter-Kampagne. Ich kenne sogar jemanden aus Bayern, der ein Rett-Pack bestellt hat. In der Türkei werden wir uns toll auf die Rückrunde vorbereiten können. Es wird drei Mal am Tag trainiert. Und wenn alle Jungs ihre Winter-Hausaufgaben erfüllen, können wir in der ersten Woche in Oberhausen die Grundlagen-Ausdauer abschließen. Dann geht es in der Türkei viel um die Taktik, zudem sollen zwei oder drei Testpartien abgeschlossen werden.

[b]Und auch zwei neue Spieler sollen dabei sein. Haben Sie sich schon festgelegt, welche Typen es sein sollen? <b/>

Haben wir. Es geht um einen offensiven und einen defensiven Akteur, ein Linksfuß sollte dabei sein.

[b]Dann gehen wir doch einige Namen durch, wenn Sie erlauben. Was ist mit den von RS genannten Marc-Andre Narewsky, Lennart-Lynge Larsen und Thomas Ollhoff? <b/>

Narewsky war bei uns im Training. Er weiß, wo er hinzulaufen hat, ist dynamisch. Es waren gute Gespräche, er ist variabel einsetzbar. Larsen konnten wir zuletzt leider nicht beobachten, da er sich verletzt hatte. Ollhoff ist wohl eine Nummer zu groß, der könnte auch in der zweiten Liga unterkommen. Ein interessanter Mann, aber kaum zu realisieren.

[b]Zwei weitere Spieler sind im RWO-Kandidatenkreis aufgetaucht. Was ist mit Aachens Offensiv-Akteur Florian Bruns und was mit Düsseldorfs Frank Scharpenberg, der seinen Vertrag in Düsseldorf aufgelöst hat? <b/>

Frank haben wir einige Male gesehen, den wollte ich schon zu Beginn der Saison haben. Vielleicht kommt einer aus dem Duo Narewsky oder Scharpenberg zu uns. Bruns kenne ich sehr gut. Ich habe zusammen mit Alemannias Trainer Dieter Hecking den Fußball-Lehrer gemacht. Wir tauschen uns oft über Spieler aus dem Aachener Raum aus. Aber es kann auch sein, dass sich noch etwas tut, wenn die zweite Liga in die Pause geht. Erfahrungsgemäß werden dann immer wieder Spieler angeboten oder bei den Vereinen aussortiert.

[b]Jetzt ist Erholung angesagt, korrekt? <b/>

Auf jeden Fall, ich brauche den Urlaub. Es wird angenehm mit dem Tabellenbild, wo wir über dem Strich stehen. Nochmals danke an meine Truppe dafür.

Autor: cb

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