Blut für den Aufstieg! Brachiales Motto, unter Federführung der etwas Stau-verspäteten Leistungsdiagnostik-Experten von der Kölner Mücke und Widemayer GbR absolvierte der Kader des Coach-Duos Uwe Neuhaus und Peter Kunkel am Mittwoch-Morgen den obligatorischen Laktatwerttest.

RWE: Maczkowiak-Sonderlob / Neuhaus: "Nicht nervös"

og
25. Juni 2005, 19:12 Uhr

Blut für den Aufstieg! Brachiales Motto, unter Federführung der etwas Stau-verspäteten Leistungsdiagnostik-Experten von der Kölner Mücke und Widemayer GbR absolvierte der Kader des Coach-Duos Uwe Neuhaus und Peter Kunkel am Mittwoch-Morgen den obligatorischen Laktatwerttest.

Blut für den Aufstieg! Brachiales Motto, unter Federführung der etwas Stau-verspäteten Leistungsdiagnostik-Experten von der Kölner Mücke und Widemayer GbR absolvierte der Kader des Coach-Duos Uwe Neuhaus und Peter Kunkel am Mittwoch-Morgen den obligatorischen Laktatwerttest. Der "Co" zeigte nicht nur im Stadion "Am Hallo" selbst aktiv Flagge, sondern tummelt sich auch bei der U20-WM mit dem Notizblock.
Nach den ersten knapp eineinhalb Tagen sammelt Neuhaus natürlich noch seine Eindrücke: "Jeder präsentiert sich von seiner Schokoladenseite, das ist doch klar." Wie beim Laktattest Keeper-Neuzugang André Maczkowiak, der sich bis zum Schluss durchquälte und vom Coach prompt ein lautes Lob verpasst bekam. Neuhaus: "Beim BVB war Jens Lehmann auch immer als Erster bei den Markierungshütchen." Am Mittag schloss sich die zweite Einheit an, auch mit Mittelfeld-Probekandidat Ante Sicenica (MSV A.). Ohne Stefan Lorenz (VfL Wolfsburg A.), Michael Lorenz (SC Paderborn), Victor Hugo Lorenzón (Fortuna Düsseldorf). Das Trio hatte verlängerten Urlaub, da die Regionalliga noch bis zum 4. Juni spielte. Dafür aber mit dem neuen Torwart-Trainer Carsten Busch (32, Diplom-Sportlehrer), der zuletzt für die Torhüter bei den BVB-Amateuren verantwortlich war.
Neuhaus spricht vom "lockeren Auftakt, jeder absolviert das so, wie es auch angedacht ist. Der Laktatwerttest gibt die ersten Erkenntnisse. Das war schon alles in Ordnung so." Auch beim Waldlauf mit den vom "Fachgeschäft Laufsport Bunert" (Essen-Rüttenscheid) zur Verfügung gestellten 30 modernen Herzfrequenz-Messgeräten. Den Ball sahen die Kicker natürlich auch - Neuhaus grinsend: "Wir müssen doch zusehen, dass uns das kleine, runde Ding auch wieder gehorcht. Die Jungs brauchen das als Motivation."
Um alles ansatzweise perfekt zu machen, muss der Kader noch veredelt werden. "Es ist kein Geheimnis, wir suchen natürlich für die Sturmspitze jemanden", nickt Neuhaus ab, "es gibt auch mehr als nur ein Gespräch." Andererseits trübt sich der Blick des Fußball-Lehrers nicht, wenn er über seine bisher feststehende Riege schweift. "Ein gutes Gerüst", diktiert Neuhaus, "wir haben keinen Grund, nervös zu werden. Wir analysieren bei unserer Spielersuche ganz genau, das muss auch alles passen. Schwer, wenn man so was wie Torgarantie haben will."
Essen ist Drittligist, das ist - trotz aller Tradition - kein Türöffner. "Wir erhielten auch Absagen", drückt sich Neuhaus nicht, "als Zweitligist hätten wir kein Problem, bestimmte Kandidaten zu holen." Trotzdem ist sich der Familienvater sicher, dass der bestimmte Akteur, mit dem man den Verhandlungstisch einnimmt, auch überzeugt. "Den kennt man auf jeden Fall", powert Neuhaus, "damit sollten alle zufrieden sein." Ein Versteifen auf eine Option ist aber ein Fehler, alles kann platzen. Neuhaus bestätigt: "Es gibt immer Alternativen." Zwei Akteure sollen auf jeden Fall noch kommen, ein reiner Stürmer und wohl auch ein Spielertyp, der hinter den Spitzen agieren kann, gleichzeitig auch als dritter Attacke-Kicker nicht überfordert wäre.

Autor: og

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