Er trug die Rücken-Nummer

WSV: Pfingsten im Fußball-Frühling

tt
30. August 2004, 12:49 Uhr

Er trug die Rücken-Nummer "8", trumpfte aber zeitweise wie ein "Zauber-Zehner" auf - WSV Borussia-Neuzugang Nils Pfingsten stach beim kampfbetonten 0:0 gegen Fortuna Düsseldorf erheblich aus dem bergischen Team hervor, agierte dynamisch, öffnete das Spiel mit gelungenen Pässen.

Er trug die Rücken-Nummer "8", trumpfte aber zeitweise wie ein "Zauber-Zehner" auf - WSV Borussia-Neuzugang Nils Pfingsten stach beim kampfbetonten 0:0 gegen Fortuna Düsseldorf erheblich aus dem bergischen Team hervor, agierte dynamisch, öffnete das Spiel mit gelungenen Pässen. "Seine Leistung", stellte Trainer Werner Kasper fest, "war wirklich überragend. Er hat einen sensationellen Blick für den besser postierten Mitspieler, Nils bietet sich im Spiel an, tritt frech auf. Mit ihm haben wir einen Rohdiamanten." Kasper erkundigte sich bei Pfingstens letzter Station Hannover 96 und erhielt nur gute Informationen: "Mir wurde mitgeteilt, dass Nils überragende Werte im konditionellen Bereich besitzt. Das konnte man auch gegen Düsseldorf wieder sehen, er hat bis zur letzten Minute Dampf gemacht." Nils Pfingsten fühlt sich bei den Rot-Blauen sichtlich wohl, Anfang September bezieht er seine neue Wohnung in Wülfrath, das Hotelleben findet dann ein Ende. "Ich fand meine Leistung gegen die Fortuna okay", fasste der 22-Jährige zusammen, "wir hatten Pech beim Lattentreffer. Wichtig war nach der Katastrophen-Leistung gegen Dortmund, wieder anders aufzutreten. Wir wissen natürlich, dass langsam der erste Sieg her muss und wir gegen Lübeck etwas machen müssen."
Bei Hannover 96 spielte Pfingsten in der Amateur-Mannschaft, trainierte aber im aufgeblähten Profi-Kader mit. "Da standen 30 Leute unter Vertrag, teilweise saßen sogar Spieler wie Konstandinidis auf der Tribüne. Ich hatte dort keine Chance nach oben, deswegen kam der Wechsel gerade recht." Zwei Jahre läuft der Vertrag der Neuverpflichtung, aus dem langsamen Rantasten an die dritte Liga wurde sofort ein Dauer-Abo in der Start-Elf. "Er hat bislang alle Spiele von Beginn an gemacht", hält Werner Kasper große Stücke auf das Talent. Vom Druck am Tabellenende lässt sich Nils Pfingsten nicht anstecken: "Ich bin ein Typ, der ganz ruhig bleibt. Wenn man sich zu sehr reinsteigert oder übermotiviert in die Spiele geht, dann klappt oft gar nichts." Gegen Düsseldorf klappte fast alles. Nur der Sieg fehlte als Sahnehäubchen auf eine prima Vorstellung.

Autor: tt

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