Frank Kontny wird RWOs neuer Sportlicher Leiter. Auch in Liga drei, obwohl es erst hieß, dass man dort nicht zwingend einen Sportlichen Leiter bräuchte.

RWO: Kontny

"Wir sind ja keine Träumer"

Christian Brausch
15. April 2011, 11:17 Uhr

Frank Kontny wird RWOs neuer Sportlicher Leiter. Auch in Liga drei, obwohl es erst hieß, dass man dort nicht zwingend einen Sportlichen Leiter bräuchte.

Und die Aufgabe für Kontny ist sicher nicht einfach. Er muss zweigleisig planen und kann den Spielern – intern und extern – nicht wirklich sagen, was in der Zukunft Sache ist. Coach Theo Schneider betonte am Mittwoch: „Wir haben Montag den ganzen Nachmittag zusammen gesessen und sind mittendrin in den Planungen.“ Wobei speziell beim Abstieg ein kompletter Neuaufbau vor der Tür stünde.

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Dass Kontny auch ein Blick für Talente hat, konnte er in Essen zeigen. Dort brachte er mit Moritz Stoppelkamp (Hannover 96), Baris Özbek (Galatasaray) und Serkan Calik (Genclerbirligi, vorher Galatasaray) einige Kicker aus der Jugend in die erste Mannschaft, die aktuell in den ersten Ligen Europas für Furore sorgen. RS unterhielt sich mit Kontny über die neue Aufgabe.

Frank Kontny, war für Sie sofort klar, dass Sie diese Aufgabe angehen wollen?
Ich habe mich gefreut über das Angebot, weil es auch eine Bestätigung meiner Arbeit in den letzten zwei Jahren ist. Dann habe ich mir intensiv darüber Gedanken gemacht und bin jetzt voller Vorfreude auf diese Aufgabe.
Glauben Sie noch an den Klassenerhalt mit den Profis?
Ja klar! Wir haben trotz der jüngsten Rückschläge noch immer alle Möglichkeiten. Solange es rechnerisch noch möglich ist, glauben wir auch fest daran.
Wie intensiv war der Austausch mit Coach Theo Schneider in den letzten Tagen mit Blick auf die anstehenden Personalplanungen?
Da ich ja bisher auch als Co-Trainer bei den Profis tätig war, haben Theo Schneider und ich uns sowieso schon sehr intensiv ausgetauscht. Und zwar über alle möglichen Szenarien, die auf uns warten könnten. Wir sind ja keine Träumer.
Wie sehen die Planungen beim Klassenerhalt aus?
Im Falle des Klassenerhalts besitzen viele Spieler gültige Verträge, im Abstiegsfall hat lediglich Yohannes Bahcecioglu einen Drittliga-Vertrag. Dann müssten wir zwangsläufig eine neue Mannschaft aufbauen. Selbstverständlich haben wir bereits angefangen, Gespräche zu führen, um auf jeden der beiden Fälle vorbereitet zu sein. Wir planen zweigleisig.

Wäre es bei einem Abstieg realistisch, sofort wieder den Aufstieg anzupeilen?
Ein Ziel können wir uns erst setzen, wenn man die neue Mannschaft stehen hat. Vorrangig würde nach einem Abstieg gelten, den Verein in Ruhe zu stabilisieren, sportlich und wirtschaftlich.

Wer hat aus der jetzigen U23 das Zeug, um zu den Profis aufzusteigen?
Darüber werde ich mich mit Theo Schneider austauschen. Aber es gibt mit Sicherheit einige Kandidaten, die aufrücken sollen.

Wer übernimmt denn nun die U23?
Einer, der zum Verein, zur U23 und unserer Philosophie passt.
Wird die Philosophie geändert oder plant man weiter hauptsächlich mit jungen und hungrigen Spielern, wenn möglich noch aus der Umgebung?
Grundsätzlich benötigt jede Mannschaft ein Korsett aus erfahrenen Spielern. Wir brauchen selbstverständlich hungrige und willige Spieler, die unseren Fans etwas anbieten wollen. So bleiben wir unserer Philosophie treu.

Autor: Christian Brausch

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