Sportlich in der Spur, wirtschaftlich mit Etappen-Erfolgen. Zwei Meisterschafts-Siege fuhr die Truppe von RWE-Coach Jürgen Gelsdorf nach der Winterpause ein (2:0 in Uerdingen, 1:0 gegen Braunschweig), dazu wurde noch das ARAG-Pokal-Finale gesichert (3:1 gegen Bocholt).

RWE: Essener "Wohnbau eg" als Ärmelsponsor - Ristau: Aufstiegs-Experte

og
18. März 2004, 17:42 Uhr

Sportlich in der Spur, wirtschaftlich mit Etappen-Erfolgen. Zwei Meisterschafts-Siege fuhr die Truppe von RWE-Coach Jürgen Gelsdorf nach der Winterpause ein (2:0 in Uerdingen, 1:0 gegen Braunschweig), dazu wurde noch das ARAG-Pokal-Finale gesichert (3:1 gegen Bocholt).

Sportlich in der Spur, wirtschaftlich mit Etappen-Erfolgen. Zwei Meisterschafts-Siege fuhr die Truppe von RWE-Coach Jürgen Gelsdorf nach der Winterpause ein (2:0 in Uerdingen, 1:0 gegen Braunschweig), dazu wurde noch das ARAG-Pokal-Finale gesichert (3:1 gegen Bocholt). Die Mannschaft hinter der Mannschaft war auch erfolgreich: Die "Wohnbau eg, Wohnungsbaugenossenschaft Essen" vollzieht als Ärmelsponsor für den Rest der Spielzeit den partnerschaftlichen Schulterschluss. Das Unternehmen - mittlerweile mit einer 101jährigen Vita - aus Essen-Frohnhausen war bislang schon in der Jugendarbeit vertreten. "Das wird auch weiter so sein", legt sich Frank Skrube, Marketingleiter, fest. Mit Hartmut Kirch, Geschäftsführer der RWE begleitenden Oberhausener "Contact GmbH", fand sich Skrube "zu einem Brainstorming zusammen." In dem wurde schnell herausgefunden, "dass wir das so machen." Fakt: Premiere ist am Freitag in der Lohrheide (19.30 h) im Revier-Derby gegen die SG Wattenscheid 09. Rolf Hempelmann, Essens Präsident grinst breit: "Wenn unser Trainer jetzt dem Team sagt, die Ärmel hoch zu krempeln, müssen die Jungs auf das Logo achten."
Und darauf, dass der Dreier eingefahren wird. Essens Winter-Neueinkauf Hilko Ristau, ehemals auch bei der SGW 09: "Für uns ist jedes Match ein Endspiel, genau das wissen wir auch, wir haben jetzt einen Lauf, das wollen wir auch alles genau so weiter abrufen." Dass Ristau so einschlagen konnte, wie er es bislang in der RWE-Viererkette tut, war nicht gewiss. "Ziemlich genial", atmet auch Ristau erleichtert durch, der 15 Monate nach einem Kniescheibenbruch auf Eis lag, "ich war selbst sehr gespannt, so macht es wieder richtig Spaß." Ristau gibt allerdings das Lob sofort weiter: "Das ging nur deshalb, weil mich die Truppe super unterstützte, bei uns funktioniert es, so kann ich problemlos auch meinen Teil dazu beitragen."
An alter Heimstätte soll genau das nächste Erfolgskapitel verfasst werden. Ristau: "Drei Zähler wären natürlich optimal, wenn aber der Spielverlauf am Ende nur einen Punkt zulässt, muss man auch einverstanden sein." Ristau trainierte selbst noch unter dem aktuellen Wattenscheider Trainer Hannes Bongartz, mit Michael Stuckmann, Andy Teichmann und Markus Katriniok trifft er am Freitag alte Bekannte aus der Zeit von 1996 bis 99. Schon amüsant: Bongartz-Vorgänger Jupp Tenhagen "grub" Ristau eher zufällig aus, beim Bonner SC, Ristaus Ex-Club, beobachtete der Trainer eigentlich einen anderen Akteur, den er aber schnell ignorierte.
Ein gutes Omen: Ristau stieg mit der SG in der Saison 96/97 in die Zweite Liga auf (59 Einsätze), später (Saison 99/2000) gelang ihm dieses Kunststück noch einmal mit dem VfL Bochum, allerdings eine Etage höher (42 Zweitliga-Matches, 13 Bundesliga-Einsätze). Danach folgten noch 14 Begegnungen in der Regionalliga Süd für Saarbrücken - bis zum Kniescheibenbruch.
Der Mann ist gewissermaßen eine Art Aufstiegsexperte. Am Samstag, 5.Juni, wird um 14 Uhr das finale Saisonmatch im neuen, schicken Leipziger WM-Stadion vor wahrscheinlich über 30.000 Zuschauern gegen die Sachsen (mit Ex-RWE-Trainer Harry Pleß) angepfiffen. Etwa um 15.47 Uhr will Ristau den nächsten Ligasprung in seinen Lebenslauf verbuchen. Partner Wohnbau eg hat auch nichts dagegen.

Autor: og

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