Neben Sachsen Leipzig ist der Wuppertaler SV in Sachen Personalien der aktivste Regionalliga-Club zur Winterpause.

WUPPERTALER SV: "Zidane umsonst? Da würde noch was gehen"

tt
16. Januar 2004, 10:34 Uhr

Neben Sachsen Leipzig ist der Wuppertaler SV in Sachen Personalien der aktivste Regionalliga-Club zur Winterpause. "Ich plane jetzt eigentlich keine weiteren Aktionen, es sei denn, ein Zinedine Zidane käme umsonst. Dann würde bei uns sicher noch etwas gehen", zwinkert WSV-Erfolgstrainer Georg Kreß.

Neben Sachsen Leipzig ist der Wuppertaler SV in Sachen Personalien der aktivste Regionalliga-Club zur Winterpause. Durch die Abgänge von Florian Wardi, Sascha Walbröhl und Michael Borzek (alle zu Borussia Wuppertal) machte der Spitzenreiter Platz im Kader. Im Gegenzug wurden Pferdelunge Arthur Matlik (Vorwärts Kornharpen) sowie Torjäger-Routinier Holger Gaißmayer (Borussia Wuppertal) für jeweils eineinhalb Jahre unter Vertrag genommen.

"Ich plane jetzt eigentlich keine weiteren Aktionen, es sei denn, ein Zinedine Zidane käme umsonst. Dann würde bei uns sicher noch etwas gehen", zwinkert WSV-Erfolgstrainer Georg Kreß. Der Fußball-Lehrer erklärt: "Alles, was bei uns jetzt an Sichtung erfolgt, zielt schon auf den kommenden Sommer hin."

Von Arthur Matlik, der ganz offensichtlich bei der Karriere-Planung etwas falsch machte und anstatt im angestrebten Zweitliga-Bereich bei Bochums Oberliga-Vertreter Kornharpen landete, erwartet Georg Kreß nicht nur kämpferische Elemente: "Bei ihm habe ich immer geschätzt, dass er von hinten heraus Fußball spielt. Arthur ist ein schneller, variabler Mann, der sowohl in der Dreier-Abwehrformation als auch im Mittelfeld eingesetzt werden kann." Kreß betont: "Ich habe immer gerne Leute, die vielseitig sind. So etwas finde ich extrem wichtig." Verständlich: Bei Ausfällen bricht an der Wupper nie Panik aus, der Coach hat immer Trümpfe in der Hinterhand. Was Matliks Ambitionen auf einen Platz im Erfolgs-Team angeht, bruzzelt Georg Kreß für seinen ehemaligen Wattenscheider Schützling keine Extra-Würste: "Er muss sich mit den anderen Spielern um die Plätze kloppen."

Bei Holger Gaißmayer, der sich mit 22 Oberliga-Toren zuletzt die Nordrhein-Krone sicherte, sind die Vorzüge klar. "Gaisy" gilt nach wie vor als "Knipser" und will den Wechsel zum WSV nutzen, um sich zum Karriere-Ende noch ein Mal zu belohnen. "Die Rückkehr in den Profi-Bereich wäre ein Traum", sagt Gaißmayer.
Georg Kreß weist allerdings darauf hin, dass die gebrachten Leistungen von Olli Ebersbach, Ales Kohout und Hallen-König Mike Terranova nicht in Vergessenheit geraten sind: "Ich habe Holger vor der Unterschrift bei uns gesagt, dass die anderen Stürmer vorne weg sind. Mit diesen Leuten bin ich eineinhalb Jahre durch dick und dünn gegangen. Holger soll bei uns den Druck erhöhen und mir garantieren, dass ich im Spielverlauf noch etwas machen kann." Aufgrund der neuen Situation, die auf etablierte Kräfte auch irritierend wirken kann, suchte der Coach das Gespräch mit Oliver Ebersbach. "Ich habe ihm den Sachverhalt erklärt. Olli genießt hundertprozentige Rückendeckung", verdeutlicht Kreß und ergänzt: "Wir haben ein großes Ziel vor Augen. Alles, was zur Verbesserung beiträgt, müssen wir ausschöpfen."

Am Samstag werden Matlik und Gaißmayer erste Testspiel-Schritte im WSV-Team unternehmen, wenn man ab 14 Uhr (Oberbergische Straße) auf den harten Prüfstein VfB Lübeck trifft. Georg Kreß, der beim letzten Hallenturnier in der Bayer-Halle (vorzeitiges Aus in der Vorrunde) wegen Krankheit passen musste: "Ich werde bunt mischen, das Ergebnis ist zweitrangig."tt

Autor: tt

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