Für den einen war es das Comeback nach fünf Monaten Verletzungspause, für den anderen eine willkommene Gelegenheit, sich wieder für oben zu empfehlen.

SCHALKE U 23: Cziommer und van Hoogdalem fanden's schön

dp
23. September 2003, 11:24 Uhr

Für den einen war es das Comeback nach fünf Monaten Verletzungspause, für den anderen eine willkommene Gelegenheit, sich wieder für oben zu empfehlen.

Für den einen war es das Comeback nach fünf Monaten Verletzungspause, für den anderen eine willkommene Gelegenheit, sich wieder für oben zu empfehlen. Marco van Hoogdalem und Simon Cziommer verstärkten am vergangenen Sonntag die Schalker "U 23" beim 3:1-Sieg gegen Braunschweig und standen anschließend RevierSport Rede und Antwort.

Marco van Hoogdalem, nach langer Zeit mal wieder ein Pflichtspiel mit der „U23“ gegen Eintracht Braunschweig bestritten. Wie war es?
Es war einfach nur schön. Ich habe endlich wieder die Spannung vor so einem Spiel gespürt. Man fühlt das Adrenalin. Es hat einen riesen Spaß gemacht. Es ist was anderes, wenn es um Punkte geht oder nur ein Freundschaft-Spiel ist.

Hatten Sie irgendwelche Probleme mit der Hüfte?
Nein. Das Gelenk fühlte sich locker an und ich hatte keine Probleme oder Schmerzen. Ich hoffe, dass das Thema endlich Geschichte ist.

Wie waren Sie mit ihrer Leistung als Abwehrchef zufrieden?
Mir fehlt noch ein die Kraft, die Kondition und die Spritzigkeit. Aber das ist normal, nach einer so langen Wettkampf-Pause. Doch ich fühlte mich recht gut und bin zufrieden, dass es so gut geklappt hat. Körperlich bin ich zur Zeit bei 80 Prozent. Außerdem fehlt noch der letzte Feinschliff im Spiel.

Jupp Heynckes hat angekündigt, Sie in den Kader für das UEFA-Cup-Spiel in Kroatien gegen Kamen Ingrad Velika mitzunehmen. Hoffen Sie auf einen Einsatz?
Ich rechne mir gar nichts aus. Das ist alleine die Entscheidung des Trainers. Ich bin Jupp Heynckes nur dankbar, dass er mich ohne Druck aufbauen will. Er lässt mir alle Zeit um wieder richtig fit zu werden. Das ist ein schönes Gefühl und ein Vertrauensbeweis.

Simon Cziommer, gegen Eintracht Braunschweig haben Sie ihren ersten Einsatz in der „U23“ gehabt. Wie kam es dazu?
Ich habe gegen Freiburg nicht gespielt. Der Trainer kam zu mir und sagte ich sollte bei den Amateuren spielen. Mir kam es entgegen, weil ich unbedingt spielen möchte. Außerdem tut mir die Spielpraxis richtig gut.

Sind Sie sauer, dass Sie im Regionalliga-Team spielen müssen?
Nein, überhaupt nicht. Ich spiele gern mit den Jungs. Es hat richtig Spaß in der Truppe zu spielen.

Aber das Ziel von Simon Cziommer ist es doch sich oben durchzubeißen?
Natürlich möchte ich oben spielen und mich dort durchsetzen. Aber dazu muss ich Leistung bringen, damit der Trainer nicht an mir vorbeikommt. Aber es ist keine Strafversetzung, bei den Amateuren aufzulaufen. Ganz im Gegenteil, dort kann ich zeigen, was ich kann.

Normalerweise spielen Sie im offensiven Mittelfeld oder als „Schattenstürmer“. Gegen Braunschweig haben Sie mit Mike Büskens im defensiven Mittelfeld die Räume zu gemacht und den Spielaufbau angetrieben. Eine neue Position?
Nein. Ich habe in Holland bei Twente Enschede auf dieser Position meine Arbeit verrichtet. Das ist für mich kein Problem. Ich kann auch dort spielen.

Autor: dp

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