Der Name Karsten Baumann bürgt zweifellos für Qualität. Für den 1. FC Köln und Borussia Dortmund absolvierte der Wuppertaler Neuzugang 261 Bundesliga-Spiele (zehn Tore), für Rot-Weiß Oberhausen schnürte er 23 Mal die Schuhe (zwei Tore).

WUPPERTALER SV: Ex-Profi Baumann kommt ohne Star-Allüren

tt
30. Juni 2003, 20:11 Uhr

Der Name Karsten Baumann bürgt zweifellos für Qualität. Für den 1. FC Köln und Borussia Dortmund absolvierte der Wuppertaler Neuzugang 261 Bundesliga-Spiele (zehn Tore), für Rot-Weiß Oberhausen schnürte er 23 Mal die Schuhe (zwei Tore).

Der Name Karsten Baumann bürgt zweifellos für Qualität. Für den 1. FC Köln und Borussia Dortmund absolvierte der Wuppertaler Neuzugang 261 Bundesliga-Spiele (zehn Tore), für Rot-Weiß Oberhausen schnürte er 23 Mal die Schuhe (zwei Tore).
Nach dem Oberliga-Gastspiel bei Viktoria Köln hat Baumann wieder Blut geleckt. "Ich freue mich auf die Aufgabe beim WSV und denke, dass man hier einiges bewegen kann."
Das Kapitel in Köln hakt Baumann als "nicht sonderlich erfüllend" ab. Der Defensiv-Stratege: "Abstiegs-Kampf in der Oberliga kann mich persönlich nicht zufrieden stellen. Es wäre sicherlich eine bessere Platzierung drin gewesen, wenn einige jüngere Spieler mehr dran gezogen hätten."
Nach dem Abtauchen in die Vierte Liga geriet Baumann etwas ins Grübeln. "Ich habe mir schon ausgemalt, was ich mache, wenn es für mich keinen aktiven Fußball mehr gibt. Bei mir hat es auf jeden Fall noch gekribbelt. Ich habe mir gesagt: So kannst Du nicht aufhören." Die Offerte des Wuppertaler SV kam gerade recht, um noch ein Mal etwas Neues zu probieren.
Trotzdem denkt der einstige "Geißbock" auch über den Tellerrand hinaus. "Ich bin nicht mehr so jung, langsam wird es ernst bei mir." Heißt im Klartext: Das zweite Standbein erhält immer größere Bedeutung. Baumann: "Ich habe meinen Trainer-Schein gemacht und ein Studium an der Sporthochschule in Köln begonnen. Dadurch wurden die Weichen schon ein bisschen gestellt."
Der jahrelange Bundesliga-Haudegen blickt ohne Wehmut auf seine Profi-Karriere zurück. "Natürlich war es klasse, in Köln und Dortmund vor vollem Haus zu spielen, vor über 60.000 Fans im Westfalenstadion aufzulaufen. Ehrlich gesagt bin ich aber ganz froh, dass es ein bisschen ruhiger geworden ist. Das Drumherum vermisse ich nicht so." Baumann streicht heraus: "In den letzten Jahren geriet doch der Sport immer mehr in den Hintergrund, da ging es vielmehr um Geschichten aus dem Privatleben. Oliver Kahn ist doch momentan das beste Beispiel."
Der Vizepokal-Sieger von 1991 verlebte seine schönste Zeit beim 1. FC Köln. "Da bin ich schon als 18-Jähriger hingegangen und groß geworden. Leider haben wir nicht nur Erfolge gefeiert, sondern hatten auch einige Rückschläge zu verkraften." Jetzt gilt die ganze Konzentration dem Wuppertaler SV. Karsten Baumann: "Ich bin in den ganzen letzten Jahren verletzungsfrei geblieben und fühle mich absolut fit. Unser Ziel kann es nur sein, so schnell wie möglich die 40-Punkte-Marke zu erreichen. Die Leute im Umfeld muss man fast schon in ihrer Euphorie bremsen."
Der prominenteste WSV-Neuzugang sieht sich keinesfalls als "Star". Baumann: "Ich hatte nie solche Allüren und werde sie auch jetzt nicht haben. Ich komme nicht nach dem Motto: Hoppla, hier bin ich, sondern möchte durch Leistung überzeugen. Wenn von den jüngeren Spielern jemand Tipps haben möchte, kann der Betreffende gerne zu mir kommen, aber ich werde mich nicht in den Vordergrund schieben."tt

Autor: tt

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