Die Amateure des VfL Bochum haben die zweite Heimniederlage in Folge kassiert. Gegen den 1. FC Kaiserslautern II gab der VfL eine 2:0-Führung aus der Hand.

VfL II-FCK II 2:3

Starke 65 Minuten reichen nicht

Martin Herms
12. März 2011, 08:21 Uhr

Die Amateure des VfL Bochum haben die zweite Heimniederlage in Folge kassiert. Gegen den 1. FC Kaiserslautern II gab der VfL eine 2:0-Führung aus der Hand.

"Meine Mannschaft hat über 65 Minuten ein ganz starkes Spiel abgeliefert. Nach den zahlreichen englischen Wochen hatten wir den starken Lauterern am Ende nichts mehr entgegen zu setzen. Dass es trotz der Führung nicht zu etwas Zählbarem gereicht hat, ist für uns sehr bitter", bilanzierte ein enttäuschter Nico Michaty, Trainer der Bochumer, nach der Partie.

In der Tat sah es lange nach einem Erfolg der Bochumer aus, die bis zum Anschlusstreffer der Gäste in der 68. Minute, nach einem sehenswerten Treffer des bärenstarken Jonas Marz, das Geschehen voll im Griff hatten. Vor knapp 200 Zuschauern im Wattenscheider Lohrheidestadion überzeugten die Blau-Weißen vor allem in läuferischer und kämpferischer Hinsicht. Bereits nach elf Minuten gingen die Hausherren durch ein wunderschönes Freistoßtor von Kapitän Oliver Zech in Führung.

Zuvor hatten die Lauterer zwei Mal das 1:0 auf dem Fuß, scheiterten jedoch zuerst an Torwart Markus Scholz und anschließend am Pfosten. Der Treffer beflügelte den VfL, der in der Folge das Spiel bestimmte. Mike Hibbeln hätte in der 28. Minute auf 2:0 erhöhen müssen. Freistehend vor Gästetorwart Knaller versagten ihm die Nerven und er setzte das Leder über das Gehäuse. Gästetrainer Alois Schwarz war mit der Darbietung seiner Schützlinge in der ersten Hälfte überhaupt nicht einverstanden: "Wir hatten von Beginn an keine Ruhe im Spiel und haben zu viele Fehler gemacht. Der Gegner ist verdient in Führung gegangen, da wir diesen zum Toreschießen eingeladen haben."

[infobox-right]VfL Bochum II: Scholz - Caspari, Kalina, Aquistapace, Pellowski - Zech, Mengert - Braininger, Freiberger (89. Avci) - Hibbeln (80. Donougher) - Eilers (84.. Bari).
1. FC Kaiserslautern II: Knaller - Hammann, Correia, Linsmayer, Stulin – Himmel - Zellner, Marz, Walch (66. Saiti) - Freyer (66. Zuck), Wooten (90. Modica).
Schiedsrichter: Andre Wenzel (Gnarrenburg).
Tore: 1:0 Zech (11.), 2:0 Hibbeln (52.), 2:1 Marz (68.), 2:2 Wooten (79.), 2:3 Zuck (89.).
Zuschauer: 200.[/infobox]

Eine dieser Einladungen nahm der VfL kurz nach der Halbzeit zum 2:0 an. FCK-Schlussmann Marco Knaller ließ eine harmlose Flanke direkt vor die Füße von Mike Hibbeln fallen, der keine Mühe hatte, den Ball in das leere Tor zu befördern. Die Gastgeber hatten zu diesem Zeitpunkt alle Vorteile auf ihrer Seite und standen vor einem sicheren Heimsieg. Als Schlüsselereignis wurde von beiden Trainern der Doppelwechsel des FCK in der 65. Minute bewertet. Die eingewechselten Enis Saiti und Hendrick Zuck sorgten für neuen Schwung in der Gästeoffensive, was sich wenig später bezahlt machte: Schwarz: "Wir wussten, dass der VfL am Dienstag ein schweres Spiel hatte und der Kräfteverschleiß eine Rolle spielen würde. Der Wechsel hat unserem Spiel sehr gut getan und war letztlich entscheidend für die Wende".

Auch wenn die Michaty-Elf konditionell deutlich nachließ, hätte die Niederlage vermieden werden können. Nach dem 1:2 scheiterte Christian Mengert mit einer Doppelchance kläglich am FCK-Keeper und verpasste die Vorentscheidung: "Das wäre es wohl gewesen", trauerte Michaty der vergebenen Gelegenheit hinterher. Äußerst ungeschickt stellte sich der VfL beim Ausgleichstreffer durch Andrew Wooten in der 79. Minute an. Nach einem eigenen Freistoß weit in der gegnerischen Hälfte ließ man sich mit der Führung im Rücken vom FCK auskontern. Lauterns Sturmspitze nutzte den Freiraum und hämmerte die Kugel gekonnt unter die Latte. Die "Roten Teufel" drängten anschließend auf die Führung und wurden eine Minute vor Schluss in Person des eingewechselten Zuck noch mit dem Siegtreffer belohnt.

Durch den Auswärtssieg verkürzte die Elf vom Betzenberg den Rückstand auf Tabellenführer Preußen Münster auf fünf Zähler, während sich die Bochumer mit 30 Punkten nach wie vor im gesicherten Mittelfeld der Tabelle befinden.

Autor: Martin Herms

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