Sonntagmittag, 13.12 Uhr. Schiedsrichter Waldemar Stor steht mit seinen Assistenten völlig fassungslos vor dem Platz im Velberter Sonnenblumen Stadion.

SSVg. Velbert

Schulz bleibt ein weiteres Jahr

30. Januar 2011, 16:37 Uhr

Sonntagmittag, 13.12 Uhr. Schiedsrichter Waldemar Stor steht mit seinen Assistenten völlig fassungslos vor dem Platz im Velberter Sonnenblumen Stadion.

„Hier soll ein Spiel stattfinden?“, fragt der Referee entsetzt.
Denn das Feld ist völlig vereist. „Hier kann nicht gespielt werden, weil die Verletzungsgefahr viel zu groß ist. Das Match findet nicht statt“, stellte der 31-jährige Stor angefressen fest. Seine Aufregung ist verständlich, denn das Trio hatte eine Anreise von rund 200 Kilometer aus Herford hinter sich.

Und sie waren entsetzt, dass die Verantwortlichen der SSVg. nicht schon im Vorfeld reagiert und das Revierderby frühzeitig abgesagt hatten. „Wir sind uns sicher gewesen, dass wir um 14.30 Uhr hätten spielen können“, verteidigt Velberts Vize-Chef Ralf Koeppe das Zögern. „Wir waren extra am Samstag zur Anstoßzeit im Stadion. Und die Sonne hat den Platz bis dahin aufgetaut. Deswegen hat eine Absage nie zur Diskussion gestanden.“

„Unsinn“, schimpft VfB-Coach Peter Kunkel. „Das wäre sogar noch gefährlicher gewesen, weil der Untergrund dann extrem seifig ist. Ich kann so etwas nicht verstehen. Das Feld ist in einem katastrophalen Zustand. Ich habe keine Ahnung, warum die Velberter das Match nicht schon morgens abgesagt haben. So hätte es jedenfalls nicht laufen dürfen.“

Koeppe hat für den aufgekommen Zorn Verständnis und erklärt: „Wir sind der Überzeugung, dass wir hätten spielen können. Ansonsten hätten wir das Match doch auch auf den Kunstrasenplatz ‚Am Berg‘ verlegt. Wir hätten doch auch gerne gespielt.“ Doch so mussten alle Beteiligten wieder unverrichteter Dinge die Heimreise antreten. Stor und Co. die 200 Kilometer Richtung Herford, Speldorf nach Mülheim, wo sie kurzfristig noch eine Trainingseinheit abgespult haben.
Die SSVg. ist derweil geschlossen zum Duell ETB Schwarz-Weiß Essen gegen Erkenschwick gefahren. Koeppe: „Mir tut es besonders für die Schiedsrichter leid, dass sie umsonst gekommen sind. Die Sache ist sehr unglücklich gelaufen."

Einen Paukenschlag hat es dann aber noch gegeben. Denn Frank Schulz hat seinen Kontrakt bei der SSVg. verlängert: „Ich bleibe ein weiteres Jahr in Velbert.“ Dabei hat die Vertragsverlängerung des Trainers an einem seidenen Faden gehangen. In der vergangenen RS-Ausgabe lagen beide Parteien noch sehr weit auseinander. „Aber wir sind uns in unserer dritten Verhandlungsrunde einig geworden“, freute sich „Boss“ Oliver Kuhn. „Das Zerren am Tischtuch gehört mit zum Geschäft. Jetzt sind wir froh, Frank und seinen Assistenten Horst Albert weiter bei uns zu haben. Schließlich wollen wir seine gute Arbeit fortsetzen und spätestens in der nächsten Saison in die Regionalliga aufsteigen.“

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