Auch Thomas Kläsener sieht man noch an, dass der Erfolg über Braunschweig doch den einen oder anderen Stein hat plumpsen lassen.

RWE: Kläsener: "Fix hängt man unten mit drin"

og
07. Oktober 2006, 14:37 Uhr

Auch Thomas Kläsener sieht man noch an, dass der Erfolg über Braunschweig doch den einen oder anderen Stein hat plumpsen lassen. "Über den Erfolg kann überhaupt nicht diskutiert werden, der ging am letzten Sonntag auch völlig in Ordnung", legt sich der ehemalige Schalker im Rückblick fest.

Auch Thomas Kläsener sieht man noch an, dass der Erfolg über Braunschweig doch den einen oder anderen Stein hat plumpsen lassen. "Über den Erfolg kann überhaupt nicht diskutiert werden, der ging am letzten Sonntag auch völlig in Ordnung", legt sich der ehemalige Schalker im Rückblick fest. Er gibt zu: "Natürlich standen wir unter Druck." Die in der anderen Story genannte Aussicht auf Dunkelheit. "Viel hat Braunschweig nicht geboten, aber das ist nun einmal so, wenn wir für die Eintracht auch nichts zulassen. Das ist zwar nur eine Floskel, aber sie stimmt", lässt sich der 30-Jährige nicht großartig locken. Kläsener: "Wir haben den notwendigen Schalter auch rechtzeitig umgelegt."
Woran er durch seinen Kopfball zum 1:0 maßgeblich beteiligt war. Kläsener: "Ein guter Standard." Danach war der Kuchen bereits gegessen, eine Tatsache, die Kläsener allerdings nicht die erste halbe Stunde, in der nicht viel zusammenlief, unter den Teppich kehren lässt. "So eine Phase sollten wir uns nicht zur Gewohnheit machen." Logisch, Braunschweig war schwach, es kommen andere Konkurrenten. Der Ex-Wattenscheider: "Und die nutzen solche Situationen knallhart aus." Was Trainer Uwe Neuhaus vermutet: "Ich glaube schon, dass auch die vier Gegentore aus dem Jena-Spiel noch im Hinterkopf waren."
Der Essener Fußball-Lehrer erhielt schon kurz nach der offiziellen Pressekonferenz die üblichen Filmdokumentationen über das Match, er wird sie akribisch auswerten. "Man weiß nicht, warum so was manchmal passiert", grübelt Kläsener, mit Schalke immerhin UEFA-Cup-Sieger, "Braunschweig ist im Keller, vielleicht nimmt man einen solchen Konkurrenten dann etwas auf die leichte Schulter, vielleicht ist die Konzentration nicht hundertprozentig da?" Von "unserer Anspannung, die wir vor dem Match hatten" vielleicht überlagert, sinniert Kläsener. Wie gesagt, der 32-fache Bundesligaspieler kann es alles ziemlich aufgeräumt nach einem Sieg zur Kenntnis nehmen. "Logisch, vorher spielten wir gut, holten aber mit unseren prima Auftritten zu wenig Zähler." Das wurde geändert. Kläsener: "Das sind ganz unangenehme Situationen, das muss man doch offen sagen. So was kann ganz schnell ins Negative kippen, fix hängt man auch unten in der Tabelle mit drin."
So wie Braunschweig. Mit einem Erfolg im Tank, möchte man als Akteur nicht unbedingt den Gang raus nehmen, auch Kläsener nicht: "Tja, jetzt haben wir erst einmal Pause, dabei sind wir gut drauf, aber wir können es nicht ändern."

Autor: og

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