Eigentlich hätte man das Trainingslager des BVB in Jerez de la Frontera hinterher als eine rundum gelungene Vorbereitung bezeichnen können. Eigentlich.

Freude auf Leverkusen

Klopp: "Ich würde mir das Spiel anschauen"

10. Januar 2011, 11:27 Uhr

Eigentlich hätte man das Trainingslager des BVB in Jerez de la Frontera hinterher als eine rundum gelungene Vorbereitung bezeichnen können. Eigentlich.

Denn die gesundheitlichen Probleme von Lucas Barrios, der eine Infektion aus dem Heimat-Urlaub in Argentinien mitgebracht hatte, trübten den guten Gesamteindruck. Schließlich konnte der paraguayische Nationalstürmer keine einzige Einheit mit der Mannschaft bestreiten, sondern lediglich leichte Laufeinheiten absolvieren.

Die nach seiner Rückkehr eigens einberufene Pressekonferenz, auf der Barrios demonstrativ Optimismus verbreitete, wirkt lange vergessen. Und auch Jürgen Klopp muss schließlich eingestehen: „Die Frage, ob Lucas Barrios in Leverkusen wird spielen können, kann ich noch nicht beantworten.“ Die Reise zum Testspiel beim FC Basel am Sonntag trat der Angreifer jedenfalls nicht mit an, sondern flog aus Andalusien direkt nach Dortmund. „Um keinen Trainingstag zu verlieren“, wie Jürgen Klopp erklärte. Nahrung gab er den Spekulationen, dass die Borussia die Hoffnungen auf einen Einsatz des 26-Jährigen im Schatten des Bayer-Werks bereits aufgegeben habe, aber gleichwohl: „Was Lucas macht, sieht richtig gut aus“, sagte der Trainer. „Aber wir müssen ihn auf die gesamte Rückrunde vorbereiten und nicht nur auf Leverkusen.

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Ansonsten allerdings schwärmte der Übungsleiter von den Bedingungen in Spanien. Diese seien „optimal“ gewesen, so hätten seine Mannschaft und er „alles gemacht, was wir machen wollten.“

Insbesondere gilt dies für Mohamed Zidan, der das erste Testspiel gegen Lens (2:2) ebenso zur Eigenwerbung nutzte, wie die Trainingseinheiten. Körperlich sei der Ägypter sehr gut drauf, befand Klopp und wollte etwaige Bedenken aufgrund der langen Pause Zidans gar nicht erst aufkommen lassen: „Ob ihm noch einige Prozentpunkte an Spritzigkeit fehlen, weiß ich nicht. Aber wenn, dann muss er diese mit fußballerischen Mitteln ausgleichen.“

Sprach`s und machte sich mit seiner Mannschaft auf den Weg nach Basel. Allerdings nicht ohne noch einen Satz zum Spiel in Leverkusen in die Notizböcke der Journalisten zu diktieren: „Bayer hat eine hohe Qualität. Freitagabend, Flutlicht, der schönste Zeitpunkt für Fußball. Also ich würde mir das Spiel anschauen, wenn ich nicht ohnehin schon da wäre.“

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