Der FC Homburg hat nach 13 Spielen und einer Ausbeute von nur neun Punkten die Reißleine gezogen und Trainer sowie Sportdirektor Alfred Kaminski vor die Tür gesetzt.

FC Homburg: Hock

"Erst Klasse sichern, dann Pläne machen"

Krystian Wozniak
18. November 2010, 14:57 Uhr

Der FC Homburg hat nach 13 Spielen und einer Ausbeute von nur neun Punkten die Reißleine gezogen und Trainer sowie Sportdirektor Alfred Kaminski vor die Tür gesetzt.

Ein neuer Mann war schnell gefunden. Nach der Kaminski-Entlassung saß am vergangenen Wochenende bereits dessen Nachfolger Christian Hock auf der Bank der 08er. „Ich habe die Mannschaft vorher nicht gesehen. Doch gegen Bielefeld (2:1, Anm. d. Red.) haben die Spieler mich in Sachen Leistungsbereitschaft voll überzeugt. Der Sieg war immens wichtig“, blickt der Ex-Mainzer zufrieden auf den ersten Homburger Sieg unter seine Regie zurück.

Die Vergangenheit ist abgeschlossen und der 40-jährige Hock will nur noch nach vorne schauen. Vor seiner Unterschrift in Homburg lag Hocks Fokus, dessen Vertrag im Sommer bei Zweitliga-Absteiger RW Ahlen nicht verlängert wurde, auf den Geschehnissen in Liga zwei und drei. „Ich wollte eigentlich in diesen Klassen unterkommen. Ich habe auch mit Carl-Zeiss Jena verhandelt, doch es sollte nicht sein. Nun freue ich mich auf Homburg. Hier habe ich die Chance etwas aufzubauen“, sagt Hock, der in Homburg einen Kontrakt bis zum Saisonende unterzeichnet hat. Doch bevor der ambitionierte Trainer seine Ziele ausruft, will er zuerst den ersten Schritt bewerkstelligen. „Wir wollen erst die Klasse halten, dann können wir uns Gedanken über andere Pläne machen. Vorher hat dies keinen Sinn.“

Hocks Vorgänger, Alfred Kaminski, hatte ebenfalls mit dem FCH einiges vor und zeigt sich über seine Entlassung enttäuscht. „Unsere Lage war alles andere als dramatisch. Die Mannschaft stand voll hinter mir und ich war von den Spielern überzeugt. Leider hat der Vorstand ein anderes Konzept, als ich gehabt“, sagt Kaminski.

Dieser will sich nun etwas Zeit nehmen, um bei einem neuen Verein anzuheuern. Einen Wunsch hätte der Saarländer jedoch: „Das Herz des Fußballs schlägt im Ruhrgebiet. Ein Engagement in dieser Region wäre mein größter Trainerwunsch.“

Autor: Krystian Wozniak

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