Felix Magath kann gegen seinen vorherigen Klub nach wie vor nicht gewinnen. Dennoch war er nach dem 2:2 beim VfL Wolfsburg mit dem Erreichten zufrieden.

Wolfsburg - S04 2:2

"The Hunter" hatte die Hand im Spiel

13. November 2010, 17:39 Uhr

Felix Magath kann gegen seinen vorherigen Klub nach wie vor nicht gewinnen. Dennoch war er nach dem 2:2 beim VfL Wolfsburg mit dem Erreichten zufrieden.

„Wir haben uns das Unentschieden in der zweiten Halbzeit verdient. das war am Ende ein gerechtes Ergebnis“, erklärte der 57-Jährige. „Für uns war es ein Punktgewinn.“

Nicht nur Magath vergaß bei seiner Analyse nicht, dass seine Mannschaft glücklich und von Schiedsrichter Wolfgang Stark begünstigt zum Teilerfolg an alter Wirkungsstätte gekommen war. Nach dem 2:2 durch Klaas-Jan Huntelaar, dem ein deutlich sichtbares Handspiel des Niederländers voraus gegangen war, kochte die Volksseele. „30.000 Zuschauer haben das gesehen, wir draußen auf der Bank auch, nur der Referee und seine Assistenten nicht“, zürnte VfL-Coach Steve MacClaren.

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„Entscheidungen von Schiedsrichtern drehen manchmal so ein Spiel. Das ist sehr enttäuschend, aber auch ein Test für das Team und den Verein“, erklärte der Engländer. Magath hatte die Szene genau so gesehen, aber anders bewertet. „Die Regel ist manchmal schwer zu verstehen. Die Hand war wohl dran, aber es war keine Absicht“, meinte Magath nur.

Auch nach dem zwölften Spieltag bleibt Schalke auf dem Relegationsplatz und damit ein Abstiegskandidat. „Der Punkt hilft trotzdem, denn wir sind der moralische Sieger dieser Partie“, fand Manuel Neuer.

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Es ist die positive Interpretation eines Spiels, in dem die Schalker erneut über weite Strecken enttäuschten. Doch genau so gut, wie die kämpferisch wie spielerisch überzeugenden „Wölfe“ die Gelsenkirchener hätten frühzeitig abschießen können, wäre ja durchaus auch ein Auswärtsdreier drin gewesen. Huntelaar hatte nach seinem umstrittenen Ausgleich noch zweimal die Riesenmöglichkeit auf den dritten Schalker Treffer. „Das wäre aber zu viel gewesen“, fand selbst der Niederländer.

So hat das Krisentreffen der Champions-League-Teilnehmer am kommenden Samstag gegen Werder Bremen schon wieder wegweisenden Charakter. Schalke muss gewinnen, um nicht bis zur Winterpause tief unten im Keller zu versauern. „Wir müssen jetzt einen Lauf bekommen“, forderte Huntelaar.
So hangeln sich die Stars von einer Hoffnung zur nächsten. Immerhin scheinen sie den Ernst ihrer Lage endlich erkannt zu haben. Denn auf die Idee, die Leistung in Wolfsburg schön reden zu wollen, kam an diesem Wochenende weder Magath noch einer seiner Spieler.

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