Es war ein Abschied, der unter die Haut ging. Nach zehn Jahren im RWO-Trikot lief Keeper Oliver Adler am vergangenen Sonntag zum letzten Mal für die

RWO: Adler-Abschied ging unter die Haut, Jahreskarten

cb
27. Mai 2005, 11:22 Uhr

Es war ein Abschied, der unter die Haut ging. Nach zehn Jahren im RWO-Trikot lief Keeper Oliver Adler am vergangenen Sonntag zum letzten Mal für die "Kleeblätter" auf.

Es war ein Abschied, der unter die Haut ging. Nach zehn Jahren im RWO-Trikot lief Keeper Oliver Adler am vergangenen Sonntag zum letzten Mal für die "Kleeblätter" auf. Nach seiner Auswechselung wurde der Abstiegsfrust bei den Fans zur Seite gelegt und man feierte Adler und den zweiten scheidenden RWO-Haudegen Mike Rietpietsch so, wie es das Duo verdient hatte.
Adler: "Als ich den Platz verlassen habe und auch schon vorher hatte ich ein sehr mulmiges Gefühl. Mir wurde klar, es ist die letzte Fahrt zu einem Heimspiel des Vereins. Da war ich richtig angeschlagen und wer mich kennt, weiß, dass geht eigentlich nicht so schnell." Nach dem Match zollte Adler den Oberhausener Anhängern ein dickes Lob: "Ein ganz toller Abschied, super wie die Mike und mich gefeiert haben. Echte Gänsehaut-Stimmung."
Zur Zukunft des Routiniers. Adler: "Ich habe bei RWO aufgehört, ich will aber noch ein Jahr spielen. Ich fühle mich dazu in der Lage, ich habe keine körperlichen Probleme." Gerüchte besagten, LR Ahlen stände beim Keeper-Oldie auf der Matte. "Nichts dran", winkt Adler ab, "ich habe noch kein Angebot. Wenn ich noch etwas mache, muss es auch Sinn machen. Ich spiele nicht, nur um noch etwas zu verdienen. Es wäre natürlich schön, noch mal zweite Liga zu spielen." Wobei der Schlussmann auch einen ambitionierten Regionalligisten nicht ausschließen will: "Einfach ein Jahr noch etwas anderes probieren, wobei zuerst der Trainerschein ansteht." Start ist am 6. Juni in Duisburg-Kaiserau. 14 Tage stehen auf dem Plan, ein halbes Jahr später weitere 14, dann ist der A-Schein im Adler-Besitz.
Bevor der Torwart sich aber auf die Schulbank setzt, versucht er zu analysieren, warum es die "Kleeblätter" in diesem Jahr erwischt hat. "Wir haben es einfach nicht geschafft, eine echte Einheit zu werden. Aber das ist doch jetzt Vergangenheit, die Konzentration sollte nur der Zukunft gewidmet werden." Adler und RWO, das könnte später noch mal etwas werden. "Mir wurden gleich eine Jahreskarte für die Familie versprochen", freut sich der 37-Jährige, "damit wir uns nicht aus den Augen verlieren. Wenn ich kann, schaue ich vorbei, RWO ist mir richtig ans Herz gewachsen. Natürlich kann es passieren, dass wir in der Zukunft wieder etwas zusammen machen." Ab der kommenden Saison wird Daniel Masuch wohl die Nachfolge des Keepers als Nummer eins antreten. Adler: "Ich hoffe, die Fans unterstützen ihn genau so wie mich. Ich kenne Daniel, er ist ein sehr guter Junge, der den Sprung in die höheren Ligen schaffen kann."

Autor: cb

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