Sonntag fiel für Holger Wehlage der Punktspiel-Vorhang. Der Duisburger Blondschopf nahm beim Match in Köln Abschied von den Zebras, nach nur einer Saison sucht er eine neue Herausforderung. Oder besser gesagt: Er muss sie sich suchen, der Verein zog die Option zur Vertrags-Verlängerung nicht.

MSV - Wehlage geht immer, wenn die Party steigt

tt
23. Mai 2005, 10:11 Uhr

Sonntag fiel für Holger Wehlage der Punktspiel-Vorhang. Der Duisburger Blondschopf nahm beim Match in Köln Abschied von den Zebras, nach nur einer Saison sucht er eine neue Herausforderung. Oder besser gesagt: Er muss sie sich suchen, der Verein zog die Option zur Vertrags-Verlängerung nicht.

Sonntag fiel für Holger Wehlage der Punktspiel-Vorhang. Der Duisburger Blondschopf nahm beim Match in Köln Abschied von den Zebras, nach nur einer Saison sucht er eine neue Herausforderung. Oder besser gesagt: Er muss sie sich suchen, der Verein zog die Option zur Vertrags-Verlängerung nicht.

Sein letztes Heimspiel im Zebra-Dress war bereits symptomatisch für die Rückserie, in der Wehlage seiner guten Form aus dem ersten Halbjahr vergeblich hinterher jagte. Gegen den KSC dauerte seine “Schicht” 45 Minuten - garniert mit einem Eigentor der Marke “sehenswert”. “Ich habe mir das Ganze schon anders vorgestellt. Es ist bitter, dass ich ausgerechnet zum Abschluss mein erstes Eigentor fabriziere”, ärgerte sich der Mittelfeld-Akteur.

Am Aufstieg des MSV hat der Treffer jedoch nichts mehr geändert. Damit sagt Wehlage bereits zum dritten Mal nicht leise, sondern mit einer großen Party “Servus”. Den FC St. Pauli verließ der gebürtige Meppener 2001 als Bundesliga-Aufsteiger, mit Werder Bremen wurde letztes Jahr das “Double” eingefahren. Nun also der Aufstieg mit den “Zebras”. “Ich bin mit dem Versprechen gekommen, aufzusteigen. Das habe ich eingehalten”, betont der 14-malige Bundesligaspieler.

Sorgen um die Zukunft macht sich der 28-Jährige aber nicht. “Ich habe einige Angebote vorliegen. Ich lasse mir Zeit und schaue mir die Offerten ganz genau an”, erklärt Wehlage, um dann nachzuhaken: “Schließlich will ich so ein halbes Jahr wie in Duisburg nicht noch einmal erleben. Das habe ich nicht verdient.”

Der Mann will sich in der Zweiten Liga durchsetzen, obwohl er ein Angebot seiner “alten Liebe” auf dem Tisch liegen hat: “St. Pauli ist mein Endziel. Das wird mit Sicherheit einer meiner nächsten Vereine sein. Momentan kann ich mir einen Transfer in die dritte Klasse aber nicht vorstellen.” Wohin der Norddeutsche auch immer wechseln wird, sein neuer Club, der angeblich auch aus dem Bundesliga-Bereich kommen kann, darf schon den Sekt für die nächste “Sause” kaltstellen. Denn ein Erfolgs-Garant ist Wehlage augenscheinlich, auch wenn sein Beitrag dazu variiert.

Autor: tt

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