Zukunftsaussichten! Über die grübelt man beim Zweitligisten RWE - allerdings auch in Berlin. Zum Beispiel Alexander Ludwig (Hertha BSC). Der 20-Jährige absolvierte für die

RWE: Ludwig im Visier - Navidkia auf höchster Ebene

og
20. Januar 2005, 18:29 Uhr

Zukunftsaussichten! Über die grübelt man beim Zweitligisten RWE - allerdings auch in Berlin. Zum Beispiel Alexander Ludwig (Hertha BSC). Der 20-Jährige absolvierte für die "alte Dame" in der Spielzeit 2003/2004 vier Bundesligamatches, in dieser Saison lief noch nichts (14 Regionalliga-Einsätze, vier Treffer). Über eine mögliche Trennung wird berichtet, trotz noch laufenden Vertrags bis 2006.

Zukunftsaussichten! Über die grübelt man beim Zweitligisten RWE - allerdings auch in Berlin. Zum Beispiel Alexander Ludwig (Hertha BSC). Der 20-Jährige absolvierte für die "alte Dame" in der Spielzeit 2003/2004 vier Bundesligamatches, in dieser Saison lief noch nichts (14 Regionalliga-Einsätze, vier Treffer). Über eine mögliche Trennung wird berichtet, trotz noch laufenden Vertrags bis 2006. "Die Konkurrenz ist nicht einfach", grübelt der beidfüßige Mittelfeldakteur, den Essen bei einem Besuch des Amateurduells Hertha gegen den Hamburger SV sah. RWE-Reisegrund war die Defensiv-Alternative Stefan Kling, der allerdings an diesem Tag nicht für den HSV auflief (mittlerweile beim 1.FC Saarbrücken). Der Kontakt wurde offenbar bereits gesucht. "Ich will natürlich unbedingt spielen", umreißt der ehemalige Bremer Ludwig, "die Winterpause ist für einen Wechsel keine schlechte Möglichkeit, ich möchte keine Zeit unnötig verschenken." Mit dem U21-Nationalspieler konkret gesprochen "hat RWE aber noch nicht", wie der 1,77 Meter-Mann einräumt, mit Berater Thorsten Weck nach dessen Aussage auch noch nicht. Erster Ansprechpartner ist auch immer der abgebende Club, ob dort Bereitschaft vorherrscht. Logisch, wer oben Blut leckte, will nicht drittklassig mitzocken. "Wir haben über die Option Ausleihe nachgedacht", erklärt Weck, der ausgerechnet in Essen ansässig ist. Heiß könnte der Mann für beide Außenbahnen werden, sollte ein Erwin Koen, dem die RWE-Bosse eine plötzliche Rückkehr zu einem Club der dritten Klasse deutlich als Kapitulation beschrieben, doch den Schwanz einziehen. RWE-Coach Jürgen Gelsdorf: "Ich habe Erwin in Haching nach mehrwöchiger Sperre aufgestellt, keiner soll mir was von mangelndem Vertrauen erzählen. Die Kulisse steht hinter ihm, das muss er auf den Platz mitnehmen." Die Option Jesus Sinisterra glimmt in dieser Richtung auch noch.
Aktuell bewirbt sich Leandro da Silva bis zum heutigen Donnerstag um einen Platz im RWE-Kader, der 22-jährige Brasilianer ist Abwehrakteur des 1.FC Nürnberg (gebunden bis 2005, Club hat Option), kam dort in der jetzigen Spielzeit dreimal zu Kurz-Einsätzen (insgesamt 47 Minuten), vor der Saison wechselte der 1,86-Meter-Mann von Americo Mineira (Kreuzbandriss Frühjahr 2004) zu den Franken, soll permanenter Gast in den Jugend-Nationalmannschaften am Zuckerhut gewesen sein. Für die Bayernliga-Amateure der "Clubberer" hatte er keine Auflaufgenehmigung. Ein Ausleihversuch in Richtung Saarbrücken schlug fehl. "Ich mache mir ein Bild", erklärt RWE-Coach Jürgen Gelsdorf, "am Wochenende könnte eine Entscheidung fallen."
Auch die Attacke-Suche ist noch nicht ad acta gelegt. Gelsdorf: "Wir haben noch nicht kapituliert, einen schnellen Konterstürmer zu finden." An Kohle soll nichts scheitern. "Wenn wir von jemandem überzeugt sind, werden wir einen Paten finden, der unsere Überzeugung teilt", sinniert Nico Schäfer, Essens geschäftsführendes Vorstandsmitglied. Zum Beispiel über weitere Internationalität: Nach RS-Infos wurde auf höchster Ebene zwischen RWE und dem VfL Bochum der Wechsel des 21-fachen iranischen Nationalspielers Moharram Navidkia intensiv angedacht. Das kann mit dem offensiven Mittelfeldakteur, der nach auskuriertem Kreuzbandriss Praxis erhalten soll, ganz schnell gehen.

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