"Icke" Häßler will KSC aus der Krise führen

09. Januar 2005, 12:00 Uhr

Beim Zweitligisten Karlsruher SC geht es nach der Entlassung von Trainer Reinhold Fanz drunter und drüber. Ex-Weltmeister Thomas Häßler wäre deshalb bereit, "sofort zu helfen" und sein erneutes Profi-Comeback zu geben.

Thomas Häßler kommt einfach nicht vom Fußball los. Der Ex-Weltmeister will für den arg gebeutelten Zweitligisten Karlsruher SC sein abermaliges Comeback geben und die Badener so zum Klassenerhalt führen. "Ich bin sofort bereit, dem Verein zu helfen. Es tut mir weh, wenn ich sehe, was beim KSC passiert. Ich hänge immer noch am Verein. Wir waren eine große Familie", sagte der 38 Jahre alte Dribbelkünstler der Bild am Sonntag.

Im Sommer 2003 hatte der 400malige Bundesligaspieler bei 1860 München keinen Vertrag mehr erhalten und war anschließend für eine Saison zu Austria Salzburg gewechselt. In Österreichs Meisterschaft absolvierte "Icke" am 17. April beim 0:0 gegen Sturm Graz sein bislang letztes Spiel. Danach verhinderte ein Meniskuseinriss im Knie weitere Einsätze.

Auch Winnie Schäfer im Gespräch

Beim KSC, wo Häßler zwischen 1994 und 1998 in 118 Spielen 28 Tore erzielte, herrschte zuletzt seit der Verpflichtung von Trainer Reinhold Fanz durch Sportdirektor Rolf Dohmen das blanke Chaos. Auf Druck ihres Hauptsponsors (EnBW) mussten die Badener Fanz nach nur sieben Tagen wieder entlassen. Als Fanz-Nachfolger ist Rudi Bommer im Gespräch. Das "KSC-Urgestein" Winfried Schäfer, der in Karlsruhe zwölf Jahre Trainer und dabei lange erfolgreich war, soll Sportdirektor werden.

"Das ist, als ob mein Kind in einem brennenden Haus wäre. Ich würde reingehen - auch wenn ich dabei selbst Schaden erleiden würde", sagte Schäfer und zeigte Verständnis für das kritikwürdige Verhalten das Hauptsponsors nach der Verpflichtung von Fanz: "Der Sponsor gibt viel Geld für einen Zweitligisten, also muss ich ihn entsprechend behandeln. Damals haben Präsident Roland Schmider und ich das beim damaligen KSC-Sponsor ja auch getan - und sind europaweit bekannt geworden."

Autor:

Kommentieren