RWO: "Ulli" Adler, Simioni eröffnete das Tanzparkett

cb
24. Dezember 2004, 08:42 Uhr

Die Gala zum 100. Geburtstag des Vereins liegt nun schon fünf Tage zurück, die nächste Epoche wurde eingeleitet. Trotzdem lohnt sich noch ein kleiner Blick zurück

Die Gala zum 100. Geburtstag des Vereins liegt nun schon fünf Tage zurück, die nächste Epoche wurde eingeleitet. Trotzdem lohnt sich noch ein kleiner Blick zurück. Denn nach dem mehrgängigen Menü ließen es sich die Gäste nicht nehmen, noch mächtig den Launepegel anzukurbeln.
Die erste Phase der Feier wurde bekanntlich überschattet von der weiterhin angeblichen Wettaffäre der "Kleeblätter". In den meisten Reden wurde sie angeschnitten, auch die Spieler mussten während des Essens immer wieder die gleichen Fragen über sich ergehen lassen. Doch mit dem Auftritt von Schlager-Lady Kristina Bach wendete sich das Party-Blatt. Spätestens als sie alte Ohrwürmer zum besten gab und die RWO-Fans zum Liedgut die Vereins-Schlachtgesänge anstimmen konnten. Kommentar von RWO-Coach Eugen Hach zur Feier: "Hut ab, das war ganz großes Kino. Innerhalb kurzer Zeit durfte ich die dritte Party zum 100. mitmachen. Zuerst Saarbrücken und Fürth, nun RWO. Ein ganz großes Kompliment an alle, die für das Gelingen der Veranstaltung gesorgt haben. Auch meine Frau war begeistert."
Es hat nur manche Unmutsäußerungen gegeben, da einige Spieler sich bereits gegen 21.30 Uhr aus dem Gebäude begaben. Hach klärt auf: "Ganz einfach, es gab Spieler, die bereits Flüge gebucht hatten und somit früher gehen mussten. Ich habe den betreffenden Jungs grünes Licht gegeben, sich auf den Urlaub vorzubereiten. Dafür hatten wir aber auch Kicker dabei, die die ganze Sache abgeschlossen haben."
Der große Rest der Truppe feierte in der Tat munter weiter, am Ende des Abends war es schwer festzustellen, wer sich am weitesten aus dem Bierfenster gelehnt hat. Aber an diesem Tag sicherlich kein diskussionswürdiges Thema, schließlich müssen auch Fußballer Mal richtig auf den Putz hauen dürfen, am Samstag auch zelebriert durch mehrere Feigling-Runden, um sich locker für das Tanzparkett zu machen. Um Punkt 0.08 Uhr zeigte dann der Brasilianer Leandro Simioni, wo es lang geht. Zum Song "Perfect Love" von Lutricia Mc Neal stand der bisher sehr glücklose Angreifer auf und legte an einem der Spielertische los. Ihm folgten Moustapha Salifou und Gauthier Remacle plus Freundin, nur eine Minute später wurde selbst am Oberhausener Vorstandstisch zu den Klängen der Pop-Queen getanzt.
Vorher durfte Comedian Jörg Knörr noch sein humoristisches Talent beweisen, was besonders Keeper Oliver "Ulli" Adler gefiel, der von Knörr vielleicht einen neuen Spitznamen verpasst bekam, da der Komiker sich bei den RWO-Kickern nicht ganz so namenssicher präsentierte. "Das hat er klasse gemacht, auch schön, dass er einige Nummern auf RWO gemünzt hat", gab es dennoch ein dickes Lob vom Schlussmann. Bevor Knörr von der Bühne verschwand, erklärte er noch das Wichtigste in zwei Liedern: "Kleeblätter" welken nie und man muss immer vor Essen stehen."
Nach dem sicherlich gelungenen Abend bleibt festzuhalten, der Verein weiß, wie man feiert, jetzt muss er in der Rückserie nur noch die Hoffnung von Präsident Hermann Schulz erfüllen, der in seiner Rede erklärte: "Ich wünsche mir, dass RWO seinen Charakter behält, in guten Zeiten nicht abzuheben und in schweren Zeiten nicht unterzugehen." Ab dem 4. Januar haben die "Kleeblätter" die Chance, zu zeigen, sie geben alles, um das Schiff auf Kurs zu halten.

Autor: cb

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