Die Frage, ob Dirk Lottner dem Duell mit seinem langjährigen Verein 1. FC Köln am Sonntag besonders entgegenfiebert, beantwortet der 32-Jährige ohne Abblocken:

Köln-Kribbeln steigt bei MSV-Duo Lottner & Kurth

10. Dezember 2004, 10:13 Uhr

Die Frage, ob Dirk Lottner dem Duell mit seinem langjährigen Verein 1. FC Köln am Sonntag besonders entgegenfiebert, beantwortet der 32-Jährige ohne Abblocken: "Ich bin eigentlich auf jedes Spiel heiß, aber man will natürlich gegen den Club, für den man die längste Zeit in seiner Karriere gespielt hat, zeigen, dass man es kann. Das Kribbeln ist bis jetzt noch nicht da, das wird aber noch kommen, je näher das Spiel rückt."

Die Frage, ob Dirk Lottner dem Duell mit seinem langjährigen Verein 1. FC Köln am Sonntag besonders entgegenfiebert, beantwortet der 32-Jährige ohne Abblocken: "Ich bin eigentlich auf jedes Spiel heiß, aber man will natürlich gegen den Club, für den man die längste Zeit in seiner Karriere gespielt hat, zeigen, dass man es kann. Das Kribbeln ist bis jetzt noch nicht da, das wird aber noch kommen, je näher das Spiel rückt."

Von 1998 bis 2004 trug "Lotte" das FC-Trikot, absolvierte 161 Spiele, schoss 54 Tore für die "Geißböcke". Im vergangenen Sommer folgte der Schluss-Strich. Lottner: "Ich bin aus freien Stücken gegangen. Ich hätte in Köln ein Jahr verlängern können, aber ich wollte mir zum einen den Druck nicht mehr antun und der Mannschaft sowie mir zum anderen das Dauer-Thema Lottner ersparen." Der Standard-Spezialist ergänzt: "Ich bin wirklich froh, aus der Schuss-Linie heraus zu sein, aber ich fiebere nach wie vor mit dem FC. Das Schönste wäre für mich, wenn Duisburg und Köln zusammen aufsteigen würden."

Das "Geißbock"-Kapitel ist für den MSV-Kapitän trotz des Abschieds nicht beendet, schließlich existiert eine Vereinbarung, dass Lottner nach seiner aktiven Laufbahn zu den Domstädtern zurückkehrt. "Die Funktion, die ich beim FC ausüben werde, wurde noch nicht genau definiert. Das kann auch Zeugwart oder Platzwart sein", zwinkert der Mittelfeld-Mann.
Dirk Lottner will aber nicht zu sehr in die Zukunft blicken, sondern verweist vielmehr auf das große Ziel, was er mit den Zebras anpeilt. "Duisburg ist für mich zwar eine Zwischenstation, aber ich will mit dem MSV aufsteigen. Diese Perspektive war hier vor Saisonbeginn am besten gegeben. Ein Sieg über den FC wären drei Zähler mehr auf dem Weg, den wir bewältigen wollen."

Für Torjäger Markus Kurth war die Zeit bei den Rheinländern zwar nicht ganz so lange, aber ebenfalls mit intensiven Erlebnissen verbunden. "Ich bin kein Ur-Kölner wie Lotte, aber die Stadt ist meine Heimat geworden. Nach den vier Jahren beim FC, in denen ich zwei Aufstiege miterlebt habe, rufen immer noch viele Kölner Fans bei mir an."
Was das Auftreten der Stevens-Truppe angeht, klingt bei "Kurthi" durchaus Respekt durch: "Köln hat seine Spiele zwar oft mit Glück in der Endphase gewonnen, aber der FC besitzt Qualität und Geduld, bis zum Schluss anzurennen. Da musst Du bis zur letzten Minute aufpassen, Du kannst gegen die immer ein Ding kassieren." Geht es nach der Einschätzung von Dirk Lottner, werden beide Fan-Lager Sonntag auf ihre Kosten kommen. "Ich tippe auf ein leistungsgerechtes 2:2. Mit diesem Ergebnis wären alle zufrieden, mit einem Sieg nur wir." Markus Kurth: "Genau darum geht es ja."

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