Der Jubel war riesig als der RW Hünsborn im Mai nach 25 Jahren in der Bezirksliga den Aufstieg geschafft hat. Und da wollen sie so schnell nicht wieder zurück.

LL WF 2: Expertentipp

Hohenlimburg kommt zur Festung Löffelberg

Nicolas von Przewoski
02. Oktober 2010, 08:47 Uhr

Der Jubel war riesig als der RW Hünsborn im Mai nach 25 Jahren in der Bezirksliga den Aufstieg geschafft hat. Und da wollen sie so schnell nicht wieder zurück.

Der Ergebnisse der Hünsborner gleichen zur Zeit einer Achterbahnfahrt: Erst mit 4:1 gegen Werdohl verloren, einen Spieltag später dann die Jungs von Germania Salchendorf mit 4:0 geschlagen. Aber die Ernüchterung folgte promt: Mit 5:0 verlor das Team von Spielertrainer Andreas Wieczorek letzten Spieltag gegen die Zweitvertretung von Sportfreunde Siegen.
"Wir sind momentan in einem Findungsprozess", beschreibt der Kapitän der Rot-Weißen, Marius Schneider, die momentane Lage. "Klar haben wir die Anfangseuphorie mit in die neue Liga genommen. Keiner von uns hat aber jemals vorher höher als Bezirksliga gespielt."

Eine Ausnahme ist lediglich der Trainer, der letztes Jahr noch maßgeblich als Spieler zum Aufstieg beigetragen hat. Andreas Wieczorek kickte selbst einmal in der Ersten Liga für den VfL Bochum. Zur Zeit kann der Coach aber nicht gegen den Ball treten. Wegen einer Verletzung steht er erst in den nächsten Wochen wieder zur Verfügung.

"Der Ausfall von Wieczorek wiegt schwer", bedauert Schneider. "Wir kompensieren das aber durch eine mannschaftliche Geschlossenheit." Diese und die Heimstärke sollen den Rot-Weißen zum Klassenerhalt helfen. Seit Mai 2009 haben die Hünsborner kein Spiel mehr zuhause verloren und den Sportplatz Löffelberg zu einer richtigen Festung gemacht. "Warum soll diese Serie jetzt gegen Hohenlimburg reißen?", fragt sich der 29-jährige Abwehrspieler. "In unserer Liga kann jeder jeden schlagen. Natürlich gehen die Hohenlimburger als klarer Favorit ins Spiel. Alleine schon, weil sie seit Jahren in der Liga spielen und mehr Erfahrung haben."

Erfahrungen möchten die Jungs aus Hünsborn in den nächsten Jahren in der Landesliga sammeln. "Als Aufsteiger ist das oberste Ziel immer der Klassenerhalt", so Schneider, der seit neun Jahren die Rot-Weißen als Kapitän aufs Spielfeld führt. "Es wäre schon, wenn am Ende ein Mittelfeldplatz rausspringt. Aber wenn wir nicht absteigen, ist schon jeder glücklich."

Und um dieses Ziel zu erreichen, hilft ein Sieg am Sonntag gegen Hohenlimburg. Dann schafft sich der Rot-Weiß Hünsborn nicht nur Luft in Richtung Abstiegsplätze. Sie bauen auch den Löffelberg weiter zu einer Festung aus.

Den Spieltag tippt Marius Schneider (Kapitän von Rot-Weiß Hünsborn)

Autor: Nicolas von Przewoski

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