Juan Laporta hat mit über 50 Prozent der Mitglieder-Stimmen die Wahl zum neuen Präsidenten beim FC Barcelona gewonnen. Ein Transfer von David Beckham zu den Katalanen wird nun immer wahrscheinlicher.

Laporta neuer Präsident in Barcelona

lb
16. Juni 2003, 09:39 Uhr

Juan Laporta hat mit über 50 Prozent der Mitglieder-Stimmen die Wahl zum neuen Präsidenten beim FC Barcelona gewonnen. Ein Transfer von David Beckham zu den Katalanen wird nun immer wahrscheinlicher.

Der FC Barcelona hat einen neuen Mann an seiner Spitze. Juan Laporta ist neuer Präsident des spanischen Renommierklubs. Der 40 Jahre alte Anwalt, der den Wahlkampf in den vergangenen zwei Wochen vorrangig mit dem Versprechen einer Verpflichtung von Englands Superstar David Beckham dominiert hatte, setzte sich am Sonntag bei der Wahl durch über 50.000 Mitglieder mit 52,57 Prozent der Stimmen gegen fünf weitere Kandidaten durch. Laporta, dessen schärfster Rivale Luis Bassat laut vorläufigem Ergebnis 31,8 Prozent erhielt, tritt beim hochverschuldeten Ex-Europapokalsieger die Nachfolge des im Februar zurückgetretenen Juan Gaspart an.

Durch Laportas Wahl könnte Beckhams Abschied vom englischen Meister Manchester United entscheidend näher gerückt sein. "ManU" hatte am vergangenen Dienstag mitgeteilt, dass der frühere Champions-League-Sieger mit Laporta abgesehen von einigen Bedingungen grundsätzlich Einigkeit über einen Transfer von Beckham erzielt habe. Am Kapitän der englischen Nationalelf, der von der Erklärung seines Klubs überrascht worden war, ist allerdings auch Spaniens Rekordmeister und Barcelonas Erzrivale Real Madrid stark interessiert.

Toppmöller jetzt doch zu "Barca"?

Ob Laportas Erfolg auch ein Engagement von Klaus Toppmöller als Nachfolger von "Barca"-Trainer Radomir Antic bedeutet, blieb am Sonntagabend noch ungeklärt. Der im Februar bei Bundesligist Bayer Leverkusen entlassene Coach hatte nach dem vorzeitigen Aus des nicht zur Abstimmung zugelassenen Präsidentschafts-Kandidaten Jordi Medina als chancenlos gegolten, einen Tag vor der Wahl jedoch überraschend gleichlautende Vereinbarungen auch mit weiteren Bewerbern angedeutet. Offen ließ der Ex-Nationalspieler dabei, mit welchen Kandidaten Absprachen über die Übernahme des Trainer-Postens bei dem Nobel-Klub bestehen sollen.

Autor: lb

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