RWE: Spieler in der Einzelkritik

og
09. August 2004, 10:47 Uhr

Viel Positives gab es nicht, die Akteure in der Einzelbeurteilung.

Ronny Ernst (4): Zeigte in der guten RWE-Phase nach dem Anschlusstreffer, wie er auf der rechten Außenbahn ins Spiel gebracht werden muss. In Durchgang eins verschwunden. Was für den Sturm gilt, ist auch für Ernst anzuführen. Er ist kein Selbstversorger, er muss bedient (geschickt) werden - permanent. Dann hat er seine Stärken.

Hilko Ristau (5): Bei zwei Treffern mit in der Verlosung, bei den anderen Szenen eigentlich mit wenig Wacklern. Eine gute offensive Kopfball-Szene.

Nascimento (4): Im defensiven Kopfballspiel gut, trotzdem noch steigerungsbedürftig. Bei offensiven Standards sollte er gesucht werden, einmal mahnte er das auch an. Für den Spielaufbau sollte er als Brasilianer mehr zeigen.

Ramazan Yildirim (5): Absolut nicht sein Tag, kam auf der linken Seite in Durchgang eins kaum über die Mittellinie. Am 0:1 ursächlich beteiligt, beim 0:4 folgte das nächste Aha-Erlebnis.

Sidney (4): Nach seiner Einwechselung zeigte die linke Außenbahn die notwendige Offensive, gutes Auge für den Mitspieler, immer mit der Option, Freistöße heraus zu holen. Ein Akteur seiner Qualität darf sich allerdings eine Gelb-Rote Karte auf diese Weise nicht abholen.

Ali Bilgin (4): Suchte die 1:1-Situationen bewusst, ließ sich auch durch eine Vielzahl von verlorenen Duellen nicht entmutigen. Allerdings wurden ihm die höheren Qualitäts-Ansprüche der zweite Liga vor Augen geführt. Keine Torgefahr.

Bjarne Goldbaek (4): Der Kapitän rackerte, war 90 Minuten unterwegs. Allerdings bekam auch er das Match nicht in den Griff.

Markus Wedau (5): Seine Fehlerquote war ungewöhnlich. Normalerweise der ballsicherste Akteur im Mittelfeld, immer mit einer Lösung für heikle Situationen - diesmal nicht. Kämpferisch in Ordnung, jedoch ohne Kreativität, die er nur in der guten Essener Zwischenphase aufblitzen ließ.

Erwin Koen (4): Es muss mehr drin sein! Ein Volley-Versuch, danach lange nichts. Nach der Pause ein Standard, der aber am Tor vorbei kullerte. Die Anschluss-Vorbereitung war sein Spielpluspunkt.

Sebastian Schoof (5): Verhungerte in der Spitze. Bot sich ständig an, auch weit vor dem gegnerischen Kasten, dann wieder gefährlich vorne aufzutauchen, dafür ist der Weg zu lang.

Sandro Schwarz (4): Startete nach seiner Einwechselung mit einem Fehlpass, kämpfte sich jedoch ins Match, die Ballsicherheit ist nicht wegzudiskutieren.

Peter Foldgast (3): Hing lange in der Luft. Rochierte, zeigte Aufwand, wurde nicht versorgt. Wenn das läuft, trifft der Mann, der Beweis wurde beim Anschluss erbracht.

Autor: og

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