BVB: Zorc erwartet: "Frischen Fußball mit Mumm und Herz"

rk
26. Januar 2007, 09:16 Uhr

Wenn die schwarz-gelben Profis heute die gleiche Begeisterung an den Tag legen wie gestern, Mittwoch, Jürgen Röber bei der Presse-Konferenz, dann wird der deutsche Rekordmeister beim Rückrundenauftakt ein echtes BVB-Problem bekommen.

Vorbild. Keine Frage, wenn die schwarz-gelben Profis heute die gleiche Begeisterung an den Tag legen wie gestern, Mittwoch, Jürgen Röber bei der Presse-Konferenz, dann wird der deutsche Rekordmeister beim Rückrundenauftakt ein echtes BVB-Problem bekommen. "Es gibt doch nichts Schöneres, als vor über 80.000 Zuschauern gegen die Münchner anzutreten", strahlte der 53-Jährige schon bei dem Gedanken an den Bundesliga-Klassiker aus jeden Knopfloch seines edlen Zwirns, um zu ergänzen: "Wir müssen die Leute im Stadion begeistern, Fußball spielen, vor allem gut agieren und arbeiten." Seine Akteure sollen eine Euphorie entfachen, die alle mitreißen kann: "Von außen muss die Luft brennen, wie müssen die Zuschauer auf unsere Seite ziehen. Ich denke, wir können die Bayern schlagen, wenn wir ihnen auf den Platz entsprechend entgegentreten."

Vor allem mit Mut, denn nur dann ist der Erfolg greifbar: "Es ist sehr wichtig, dass wir nicht nur reagieren, sondern selbst agieren. Wir müssen den Ball von unserem Tor weg halten und selbst aktiv werden." Für Michael Zorc sind die Rollen am Anfang zwar klar verteilt, "aufgrund unserer personellen Situation, die Mannschaft stand dem Trainer in der Vorbereitung nie zur Verfügung, sind wir klarer Außenseiter", doch auch er schließt sich den Gedankengängen des Coaches an: "Ich erwarte eine Borussen-Elf mit Herz und Mumm, die wieder frischen Fußball spielt." Den erwartet auch Röber, für den die Voraussetzungen bei dieser Partie nicht zählen: "Klar, die Gäste sind auf jeder Position zwei- oder sogar dreifach gut besetzt. Zudem treffen wir auf einen Gegner, der bisher die Erwartungen nicht erfüllt hat. Er braucht die Punkte, wir aber auch. Für uns ist es ein Neuanfang." Leider nicht für alle Borussen, denn auch am Freitag werden wieder einige Leistungsträger nur zuschauen können. "Für Sebastian Kehl kommt die Begegnung zu früh. Ich hoffe, dass ich auf ihn gegen Stuttgart zurückgreifen kann", stellt Röber klar. Gleichzeitig hofft der Fußball-Lehrer zumindest auf eine kleine Manndecker-Auffrischung: "Wir werden vor dem Spiel Christian Wörns und Martin Amedick, hinter dem ein großes Fragezeichen steht, testen. Mir wäre schon wohler, wenn wenigsten einer von ihnen auf der Bank Platz nehmen kann."

Ansonsten steht die Mannschaft, die zur Aufholjagd auf Rang fünf blasen soll: "Wir werden mit der Aufstellung beginnen, mit der wir auch beim Blitzturnier in Düsseldorf gegen Leverkusen begonnen haben." Nicht ganz, denn eine Änderung wird der BVB-Coach doch vornehmen: "Alexander Frei wird dabei sein. Er hat zwar fünf, sechs Tage lang nicht trainiert, ist aber trotzdem gut drauf. Es sieht ganz gut aus bei ihm." Nicht so bei Nelson Valdez: "Es wäre zu riskant, ihn in dieser körperlichen Verfassung vom Anpfiff an zu bringen." Der Paraguayer wird also in die Joker-Rolle schlüpfen." Und vielleicht von der Bank mit ansehen, wie der Wunsch von Röber realisiert wird: "Wenn ich hier früher aufgelaufen bin, dann hatte ich immer einen Riesenrespekt, den müssen wir uns jetzt wieder erarbeiten. Der Wille kann bekanntlich Berge versetzten." Wer den aufpushenden Worten des Trainers lauscht, der kann eigentlich nur hoffen, dass die Spieler genau zuhören. Die Alpen müssen sie morgen ab 20.30 Uhr nicht verschieben, eher schon das Kräfteverhältnis auf dem Platz. Dagegen erhebt allerdings Felix Magath vehement Einspruch: "Ich bin überzeugt, dass wir einen guten Start hinlegen."

Autor: rk

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