Mainz mit drei Neuen und Hoffnung an Bord

08. Januar 2007, 12:24 Uhr

Als die Mannschaft des FSV Mainz 05 am Montag zum Trainingslager nach Jerez de la Frontera abhob, war die Hoffnung auf einen Neuanfang deutlich zu spüren.

Als die Mannschaft des FSV Mainz 05 am Montag zum Trainingslager nach Jerez de la Frontera abhob, war die Hoffnung auf einen Neuanfang deutlich zu spüren. Die missratene Hinrunde hat das Schlusslicht der Fußball-Bundesliga abgehakt. Mit drei Neuverpflichtungen an Bord wollen die Rheinhessen in Spanien den Grundstein für eine erfolgreiche Aufholjagd legen. Trotz sechs Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz hält FSV-Trainer Jürgen Klopp den Klassenerhalt auch im dritten Mainzer Erstliga-Jahr nicht für eine `Mission Impossible 3´. `Wir haben 17 Endspiele vor uns, angefangen mit dem Rückrundenauftakt Ende Januar beim VfL Bochum´, betont Klopp, ohne den Glauben an die Wende verloren zu haben: `Unser Ziel heißt Aufholjagd statt Abschiedstour - dafür werden wir alles tun.´

Trotz nur eines Sieges der Mainzer zum Auftakt gegen Bochum und teils deftigen Pleiten in der ersten Halbserie genießt Klopp weiter den Rückhalt sowohl in der FSV-Chefetage als auch bei den Anhängern. Statt einen neuen Trainer zu holen, war der FSV in der Winterpause auf dem Spielermarkt aktiv. `Uns allen war klar, dass wir das Niveau der Mannschaft verbessern müssen´, erklärte Klopp. Die Hoffnungen ruhen nun unter anderem auf den drei Neuzugängen Leon Andreasen, Marius Niculae und Elkin Soto. Der Däne Andreasen wurde von Herbstmeister Werder Bremen ausgeliehen. Der Rumäne Niculae wechselte von Standard Lüttich ebenso ablösefrei nach Mainz wie der kolumbianische Nationalspieler Soto von Sporting Barcelona aus Ecuador. Zudem kündigte Manager Christian Heidel eine weitere Verstärkung an. Im Gegenzug gaben die Mainzer bereits drei Spieler ab. Christof Babatz wechselte zum Zweitligisten TuS Koblenz, wohin auch Bakary Diakite ausgeliehn wurde. Der erst zu Saisonbeginn von Bochum verpflichtete Brasilianer Edu wechselt zum südkoreanischen Klub Suwon Samsung Bluewings FC.

US-Boy Conor Casey steht vor dem möglichen Absprung zum RKC Waalwijk Während Klopp in der Defensive weiter seinem zuletzt häufig indisponierten Innenverteidiger-Duo um Nationalspieler Manuel Friedrich und Nikolce Noveski vertraut, sollen die neuen Spieler vor allem die Offensive beim FSV beleben, der in der Hinrunde mit elf Toren die wenigsten Treffer aller Klubs erzielte. Insbesondere der 26 Jahre alte Soto soll in der kreativen Schaltzentrale die Lücke des zu Saisonbeginn zum VfB Stuttgart abgewanderten Antonio Da Silva schließen. Die Mainzer Fans sind trotz der schlechten Ausgangslage noch einigermaßen optimistisch. Nach einer Internet-Umfrage befürchten zwar 40 Prozent, dass der Abstieg nicht mehr abzuwenden ist, doch immerhin 46 Prozent sind nach wie vor vom Klassenerhalt überzeugt. `In der vergangenen Saison hatten uns viele nach sieben Niederlagen in Folge auch schon abgeschrieben´, sagte Klopp: `Wir haben schon mal bewiesen, dass wir zurückkommen können.´

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