Inter Bochum kommt nicht zur Ruhe. Nach den Ausschreitungen gegen den FC Neuruhrort II gab es bei vor dem Sportgericht den nächsten (negativen) Paukenschlag.

Inter Bochum

"Prügelspieler" hatten keinen Pass

23. April 2010, 21:01 Uhr

Inter Bochum kommt nicht zur Ruhe. Nach den Ausschreitungen gegen den FC Neuruhrort II gab es bei vor dem Sportgericht den nächsten (negativen) Paukenschlag.

Dort stellte sich nämlich heraus, dass Ali und Ahmed Omeirat, die beiden Spieler, die am 11. April auf einen Gegenspieler und den Schiedsrichter einschlugen, keine Spielberechtigung für Inter Bochum hatten und derzeit noch bei Hellas Bochum angemeldet sind. Und es wurde noch besser: Einer der Omeirat-Brüder war wegen eines früheren Vergehens sogar noch bis Mai 2010 gesperrt.

Obwohl die Inter-Verantwortlichen darüber informiert waren, ließen sie bewusst zu, dass die beiden Brüder gegen den FC Neuruhrort II auf dem Platz standen. Ralf Bellmann, Pressesprecher des Vereins, räumte den Fehler ein. "Sie sollten ab der nächsten Saison für uns spielen und bis dahin wollten wir die Formalitäten klären. Gegen Neuruhrort hatten wir zu wenig Spieler und die beiden standen eben da und haben mitgespielt."

Der Verein wurde bei dem Verfahren zu Geldstrafen in Höhe von 150 Euro für den Spielabbruch und jeweils 25 Euro für die gefälschten Spielerpässe verurteilt. Eine äußerst milde Strafe, mit der die Angelegenheit für Inter vom Tisch sein sollte. "Ich denke, dass wir nun nicht mehr belangt werden", sagte Bellmann.

Wie es mit den beiden Fußballern weitergeht, steht noch nicht fest. Ihnen drohen drastische Strafen.

Inter Bochum, das zu Bezirksligazeiten als "zweitschlechteste Mannschaft Deutschlands" zweifelhafte Berühmtheit erlangte (u.a. Stern TV), hatte seine Mannschaft nach der Partie gegen Neuruhrort zurückgezogen.

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