188 Sekunden Einsatzzeit, zwei Spiele Sperre - Andreas Ivanschitz vom FSV Mainz muss nach der schnellsten Roten Karte in der Bundesliga zwei Spiele pausieren.

Mainz: "Blitz-Rot"

Zwei Spiele Sperre für Ivanschitz

sid
06. April 2010, 18:13 Uhr

188 Sekunden Einsatzzeit, zwei Spiele Sperre - Andreas Ivanschitz vom FSV Mainz muss nach der schnellsten Roten Karte in der Bundesliga zwei Spiele pausieren.

Diese Entscheidung fällte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Dienstag. Der österreichische Nationalspieler wird damit die Ligaspiele gegen Borussia Dortmund am Samstag und beim Hamburger SV am 17. April verpassen. Der DFB ahndete eine versuchte Tätlichkeit von Ivanschitz, der in der vierten Minute des Spiels beim 1. FC Nürnberg (0:2) von Schiedsrichter Michael Weiner des Feldes verwiesen worden war.

Bei einem Gerangel mit dem Nürnberger Verteidiger Javier Pinola war der Offensivspieler aus dem Gleichgewicht geraten und hatte stolpernd nach dem Argentinier getreten. "Ich muss das akzeptieren. Ich war am Samstag auf dem Platz sehr überrascht, weil es überhaupt nicht meine Absicht gewesen war, einen gegnerischen Spieler bewusst zu treffen. Ich habe mich in der Situation eigentlich über unsere misslungene Angriffsaktion geärgert. Die Szene ist unglücklich gelaufen. Es tut mir natürlich trotzdem leid, dass ich meiner Mannschaft damit geschadet habe", sagte Ivanschitz.

Der 26-Jährige hatte die alte Bestmarke von Ex-Bayern-Profi Markus Babbel aus der Saison 1997/98 um fünf Sekunden unterboten. Der ehemalige Nationalspieler flog damals gegen den VfB Stuttgart nach 193 Sekunden vom Platz. Spieler und Verein haben dem Urteil zugestimmt, es ist damit rechtskräftig. Zuvor hatte das DFB-Sportgericht bereits Abwehrspieler Youssef Mohamad vom 1. FC Köln wegen unsportlichen Verhaltens für zwei Spiele gesperrt. Der libanesischen Nationalspieler war bei der 0:3-Niederlage am Samstag gegen Hertha BSC Berlin in der 73. Minute von Schiedsrichter Peter Gagelmann nach einer Notbremse gegen Adrian Ramos vom Platz gestellt worden. Auch diesem Urteil haben Verein und Spieler zugestimmt.

Autor: sid

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