Magath nimmt Schweinsteiger in die Verantwortung

26. Juli 2006, 12:18 Uhr

Nach dem Weggang von Michael Ballack will Bayern Münchens Trainer Felix Magath in der neuen Saison vor allem Bastian Schweinsteiger stärker in die Verantwortung nehmen.

Nach dem Weggang von Michael Ballack will Bayern Münchens Trainer Felix Magath in der neuen Saison vor allem Bastian Schweinsteiger stärker in die Verantwortung nehmen. Jetzt, da Ballack und außerdem in Ze Roberto auch ein Konkurrent auf seiner Position nicht mehr da sei, `muss er seine Chance nutzen´, sagte der Trainer des deutschen Fußball-Rekordmeisters in einem Interview auf der Homepage des Klubs (www.fcbayern.de). In der abgelaufenen Saison gehörte Schweinsteiger nicht regelmäßig zur Anfangsformation. Um die Lücke nach Ballacks Wechsel zum englischen Meister FC Chelsea zu schließen, nimmt Magath alle Mittelfeldspieler, vor allem aber Schweinsteiger, in die Pflicht. `Sie sind jetzt aufgerufen mehr zu zeigen´, sagte der seit Mittwoch nunmehr 53 Jahre alte Coach und ergänzte: `Wir brauchen jetzt einen, der aus dem Mittelfeld heraus Akzente setzt, und ich gehe davon aus, dass Bastian da einen Teil von Michael übernehmen wird. Er muss jetzt einen Schritt vorwärts machen, das traue ich ihm auch zu.´

Tatsächlich aber erwartet Magath, dass zu Saisonbeginn noch nicht gleich alles rund läuft beim Double-Gewinner. Es könne schon `bis Mitte September dauern´, sagte er, bis alle Spieler `auf einem gleichen Niveau sind, bis wir richtig eingespielt sind. Bis dahin müssen wir uns behelfen´. Die deutschen WM-Spieler treffen erst am Ende dieser Woche ein, am Samstag geht es bereits zu einem Kurztrip nach Japan mit einem Spiel gegen die von Guido Buchwald trainierten Urawa Red Diamonds in Tokio. Magath mag nicht allzu sehr über die gestörte Vorbereitung jammern, schätzt sie aber als extremer ein als in den vergangenen Jahren. `Die Situation mit Späteinsteigern kenne ich beim FC Bayern eigentlich so nicht anders. Aber jetzt starten fünf Spieler erst 12 Tage vor dem Saisonauftakt´, sagte er und warnte: `Erschwerend kommt hinzu, dass wir eine neue Spielstruktur finden müssen. Wir haben mit Michael Ballack die Spiel bestimmende Persönlichkeit verloren und müssen jetzt praktisch unser Offensivspiel neu kreieren.´

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