Mukaddem Karakus, erster Vorsitzender des Landesligisten YEG Hassel, ist zurzeit im Dauereinsatz. Der vom Abstieg bedrohte Aufsteiger hat vor dem Rückrundenauftakt Konsequenzen aus dem bisherigen Abschneiden gezogen und Trainer Thomas Lorenz entlassen. Manfred Stiller, vorher unter anderem beim SC Hassel tätig, wird künftig an der Seitenlinie der Gelsenkirchener stehen. Aber auch sonst hat Mukaddem Karakus viel zu tun. Den im Raum stehenden Umzug des YEG nach Gelsenkirchen-Scholven, will er unbedingt verhindern.

Gelsenkirchen: YEG Hassel stellt Weichen für die Rückrunde – Umzug nach Scholven soll verhindert werden

„Das wäre der Tod für unseren Verein“

Thomas Ziehn
25. Januar 2007, 19:37 Uhr

Mukaddem Karakus, erster Vorsitzender des Landesligisten YEG Hassel, ist zurzeit im Dauereinsatz. Der vom Abstieg bedrohte Aufsteiger hat vor dem Rückrundenauftakt Konsequenzen aus dem bisherigen Abschneiden gezogen und Trainer Thomas Lorenz entlassen. Manfred Stiller, vorher unter anderem beim SC Hassel tätig, wird künftig an der Seitenlinie der Gelsenkirchener stehen. Aber auch sonst hat Mukaddem Karakus viel zu tun. Den im Raum stehenden Umzug des YEG nach Gelsenkirchen-Scholven, will er unbedingt verhindern.

Zurzeit steht YEG Hassel in der Landesliga 4 Nord mit 18 Punkten auf dem elften Tabellenplatz. Der Abstand auf die Abstiegsränge beträgt gerade einmal drei Zähler. „Schon zu Beginn der Saison haben wir mit Thomas verabredet, dass wir in so einem Fall das Gespräch suchen werden. Wir stehen unten drin und die ersten Partien der Rückrunde werden im Kampf um den Klassenerhalt entscheidend sein“, glaubt Karakus, „deshalb haben wir uns nach langen Gesprächen dazu entschlossen, einen neuen Trainer zu verpflichten. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit Manfred Stiller den Verbleib in der Landesliga schaffen werden.“

Gleich im ersten Spiel der Hasseler in der Rückrunde am Sonntag, 25 Februar, wird man sehen, ob das Ziel erreicht werden kann. Dann gastiert die Stiller-Elf beim Tabellenletzten ASV Ellewick. „Das Spiel darf nicht verloren gehen. Ansonsten rutschen wir noch weiter in den Tabellenkeller und dann wird es fast unmöglich, noch einmal da unten heraus zu kommen“, so Karakus.

Die Verpflichtung von Manfred Stiller ist nicht die einzige Neuverpflichtung bei YEG. So wurde mit dem ehemaligen Aktiven Burhan Kaya auch ein neuer Trainer für die zweite Mannschaft geholt. Peter Buchwald, bisheriger Übungsleiter der „Zweiten“, soll in den Vorstand rücken oder das Training der Torhüter übernehmen. „Es war Peters eigene Entscheidung. Wir werden in den nächsten Tagen mit ihm über seine künftigen Aufgaben sprechen“, kündigt Karakus an. Zwei Rückkehrer werden die erste Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt verstärken. Tayfun Kacar, zuletzt bei Germania Gladbeck, wurde als zweiter Torhüter, Yildiray Yildirim (VfB Hüls) für das offensive Mittelfeld verpflichtet. „Wir freuen uns, dass sie wieder für uns spielen“, sagt Karakus, „derzeit befinde ich mich noch in Gesprächen mit einem dritten Spieler. Ich hoffe, in den nächsten Tagen Vollzug melden zu können.“

Eine weitere „Baustelle“ bereitet Mukaddem Karakus das meiste Kopfzerbrechen. Seit Jahren teilt sich YEG Hassel die Sportanlage am Lüttinghof mit dem SC Hassel. Im letzten Jahr hatte der SC den Umzug von YEG auf eine Anlage in Gelsenkirchen-Scholven angeregt. Mukaddem Karakus´ Vorgänger im Vorstand, Karakus ist seit Anfang April 2006 im Amt, haben damals nicht interveniert. „Das wäre der Tod für unseren Verein. Wir heißen YEG Hassel, sollen aber in Scholven spielen. Das geht nicht. Bis jetzt hat das Zusammenleben mit dem SC immer ganz gut geklappt und von daher verstehe ich den Wunsch der SC-Verantwortlichen nicht. Ich werde für den Verbleib unseres Vereins am Lüttinghof kämpfen.“

Enttäuscht ist Karakus vom Verhalten der Stadt. „Gelsensport hat sich bis jetzt nicht vor Ort über die Gegebenheiten erkundigt. Ich komme mir manchmal vor, wie ein Außenseiter. Auch wir haben unsere Erfolge vorzuweisen und auch wir vertreten Gelsenkirchen. Ich vermisse manchmal die Anerkennung für unsere Leistung und die nötige Unterstützung.“ Eine endgültige Entscheidung über die Nutzung der Hasseler Sportanlage soll im März fallen.

Autor: Thomas Ziehn

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