Jetzt ist es amtlich: Klaus Berge übernimmt die sportliche Verantwortung beim DSC . Der 48-Jährige hat gleich einen Vertrag bis zum 30. Juni 2012 unterzeichnet.

Wanne: Berge übernimmt

Der Vertrag läuft bis 2012

08. Januar 2010, 14:21 Uhr

Jetzt ist es amtlich: Klaus Berge übernimmt die sportliche Verantwortung beim DSC . Der 48-Jährige hat gleich einen Vertrag bis zum 30. Juni 2012 unterzeichnet.

Außerdem bringt er seinen „Partner“ Karsten Quante als Co-Trainer mit. Der bisherige Assistent Rolf Lambertz wird wieder wie gewohnt die A-Jugend übernehmen.

Im RS-Gespräch berichtet der ehemalige Essener Rot-Weisse Berge, warum er sich für den DSC entschieden hat und welche Ziele er mit seinem neuen Klub verfolgt.

Klaus Berge, herzlichen Glückwunsch zum neuen Job. Sie konnten also die „Kleinigkeiten“ mit ihrem Ex-Arbeitgeber RWE klären?

Ja, ich habe mich mit Essen geeinigt und wir haben den Auflösungsvertrag bereits unterschrieben. Die Gespräche sind in sehr angenehmer und seriöser Weise abgelaufen.

Ihr Kontrakt läuft für Amateurverhältnisse sehr lange. Warum?

Das stimmt. Zweieinhalb Jahre sind eine lange Zeit, aber damit bringen wir zum Ausdruck, dass wir die Zusammenarbeit auch langfristig ausrichten.

Was reizt Sie am DSC?

Ich habe das Gefühl, dass in Wanne-Eickel sehr vernünftige Menschen am Werk sind. Die Leute denken und planen über ein 1:0 hinaus. Dort kann man Dinge entwickeln, die im Fußball nicht alltäglich sind.

Was meinen Sie genau?

Im Normalfall geht es darum, morgen und übermorgen zu gewinnen. Planungen sind seltenst der Fall. Aber das ist hier anders. Wir können etwas aufbauen. Das sieht man auch daran, dass Willi Koppmann an Bord bleibt und es keine Schlammschlacht gegeben hat. Den negativen Lauf der aktuellen Saison sehe ich positiv. Denn er zeigt, dass man in der Lage ist, trotz des Rückschlags gemeinsam weiterzumachen. Man dreht nicht durch und beschimpft sich, sondern kämpft. Das zeigt, dass hier weitsichtig gearbeitet wird. Zudem sind natürlich auch meine persönlichen Kontakte mit Jörg Kowalski ausschlaggebend gewesen, mich für den DSC zu entscheiden.

Am Samstag haben Sie Ihre erste Einheit.

Ja. Wir werden morgens um zehn Uhr trainieren, dann zu Mittag essen und anschließend noch eine Einheit abspulen. Es ist wichtig, dass wir nun viel Zeit miteinander verbringen, denn in zwei Wochen geht die Meisterschaft schon wieder los. Und bei einem gemeinsamen Essen kann man auch schon Gespräche führen.

Kennen Sie die Mannschaft schon?

Mein Partner Karsten Quante hat das Team vier Mal beobachtet. Natürlich werde ich auch noch mit Willi Koppmann sprechen, aber in erster Linie möchte ich mir mein eigenes Urteil bilden.

Der Verein hinkt wieder einmal seinen eigenen Ansprüchen hinterher. Welche Ziele verfolgen Sie?

Es ist erst einmal gut, dass nun Ruhe einkehrt, denn ein Trainerwechsel sorgt immer für Aufregung. Die Tabellen-Situation steht im krassen Gegensatz zum Anspruch des Vereins. Wir müssen uns nicht über irgendwelche Ziele unterhalten, weil der Abstand nach unten nicht groß ist. Von einer Aufholjagd zu sprechen, wäre nicht okay. Wir dürfen nicht noch weiter abrutschen. Das muss Priorität haben.

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