Auf dem Spielfeld ist er zwar noch nicht wieder der Alte, doch gedanklich hat Leonardo Dede seine brasilianische Gewinnermentalität wieder zurückgewonnen.

Leonardo Dede über Borussia: "Wir sind reif!"

24. Februar 2006, 10:37 Uhr

Auf dem Spielfeld ist er zwar noch nicht wieder der Alte, doch gedanklich hat Leonardo Dede seine brasilianische Gewinnermentalität wieder zurückgewonnen.

Im letzten Sommer hatte er nach dem Aus im UI-Cup gegen Sigma Olmütz gegenüber RevierSport erklärt: "Für uns ist es besser, dass wir nicht im UEFA-Cup vertreten sind, denn unsere junge Mannschaft hätte dieser Doppelbelastung nicht standgehalten. Wir hätten große Probleme in der Bundesliga bekommen." Doch obwohl die Dortmunder gegen Bremen einen Rückschlag hinnehmen mussten, ist er jetzt überzeugt: "Die Realität sieht inzwischen anders aus, wir sind reif für das internationale Geschäft."
Woher kommt die neue Erkenntnis? "Einmal hat man gegen Werder gesehen, dass wir sogar die für mich spielerisch beste Mannschaft der Bundesliga hätten schlagen können. Zum zweiten hat der Verein mittlerweile eine ganz andere Planung. Drei neue Spieler haben wir bereits unter Vertrag, es werden noch weitere kommen, zumal auch die Finanzen wieder weitaus besser aussehen als noch vor einem Jahr." Sein Zwischenfazit: "Wir sind auf einem guten Weg, wieder eine gute und große Mannschaft zu werden. Auch Real Madrid oder der FC Barcelona haben in der Vergangenheit zwischenzeitlich Täler durchschreiten müssen. Aus so einem kommen wir jetzt heraus."
Auch die unglückliche Pleite gegen die Hanseaten kann seiner Überzeugung nach dabei behilflich sein: "Ich stimme da absolut mit dem Trainer überein, der erklärt hat, dass wir aus dieser Begegnung eine Menge lernen können." Schon in Bielefeld? "Das wird eine verdammt harte Aufgabe. Gerade die Arminen haben gegen uns immer gut ausgesehen. Sie haben die Zuschauer im Rücken und wachsen in solchen Spielen, in denen es gilt, dem Favoriten ein Bein zu stellen, über sich hinaus."
Dementsprechend müssen die Borussen entgegenhalten, nicht nur mit Kampf, "sondern auch mit mehr Entschlossenheit im Abschluss. Das wir hinten gut stehen, haben wir in der Rückrunde schon mehrfach bewiesen." Auch in der Anfangsphase, denn "gerade in Bielefeld dürfen wir uns nicht überraschen lassen, sonst laufen wir wie im Vorjahr plötzlich einem Rückstand hinterher und spielen den Gastgebern, die vor allem auf Konter aus sind, genau in die Karten."

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