Derzeit bewegt sich A-Ligist Germania Westerfilde im freien Fall Richtung Tabellenende und muss aufpassen, nicht demnächst eine Liga weiter unten zu kicken.

Westerfilde: Scheideweg

Bangen um "Kix" und "Krake"

19. November 2009, 15:47 Uhr

Derzeit bewegt sich A-Ligist Germania Westerfilde im freien Fall Richtung Tabellenende und muss aufpassen, nicht demnächst eine Liga weiter unten zu kicken.

Das hatten sich die Verantwortlichen im Vorfeld ganz anders vorgestellt. Mit dem neuem Trainer Bodo Klein – der mittlerweile auch nur noch in den Vereinsannalen auftaucht – und zahlreichen neuen Kickern war der Klub aus dem Dortmunder Nordwesten ambitioniert in die Saison gestartet. Nach enttäuschenden Ergebnissen nahm Klein aber relativ schnell wieder seinen Hut. Vor allem die desolate Germania-Defensive bereitet Sorgen.

Mangelnde Trainingsbeteiligung

Zur Zeit leitet der Sportliche Leiter Dieter Wormitt das Training, allerdings konnte er auch noch keine rechte Verbesserung bewirken. Immerhin hat er aber die Defizite im Team deutlich ausgemacht. Die bringt er dann auch kurz und knapp auf den Punkt: „Man spielt nur so gut, wie man trainiert.“ Doch neben mangelnder Trainingsbeteiligung und fehlender Einstellung plagt ihn eine anhaltende Verletzungsmisere. „Im Moment steht mir wirklich nur noch ein Rumpfkader zur Verfügung.“

Doch trotz aller Unwägbarkeiten will er bis zum Saisonende durchhalten. Denn dann stehen zwei hochkarätige Kicker in den Startlöchern, seinen Job zu übernehmen. Dominik Seelig und Christoph Frommert – zurzeit beide beim Landesligisten Westfalia Wickede aktiv – haben ihre feste Zusage als Spielertrainer-Duo bereits gegeben. Allerdings sollte die Germania dafür in der A-Liga bleiben. Denn die ambitionierten „Kix“ und „Krake“ würden wohl ungern den Weg aus der Landesliga in die Kreisliga B antreten – auch nicht als Trainer.

"Gehe davon aus, dass wir drin bleiben"

„Ich gehe einfach davon aus, dass wir drin bleiben. Daher gab es überhaupt keine Gespräche in diese Richtung“, wimmelt Wormitt solche Spekulationen vorerst ab. Allerdings könne er sich vorstellen, dass die beiden im „Worst Case“ ihre Zusage zurückziehen. Sollte es so weit kommen, wäre es wohl Essig mit einer Attacke auf die Bezirksliga und der Verein müsste sich komplett neu orientieren. Im Falle eines Abstiegs würden wohl auch Leistungsträger wie die Klein-Brüder nicht zu halten sein. „Ein Abstieg wäre eine Katastrophe, von der sich der Verein nur schwerlich wieder erholen würde“, glaubt auch Wormitt.

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