Die SG Wattenscheid musste den Spielbetrieb in der Regionalliga einstellen. Während der neue Vorstand an der Zukunft bastelt, in welcher Liga das sein wird, das steht noch nicht fest, hat der ehemalige Trainer Farat Toku sich zum Chaos bei der SGW geäußert. 

RL

Farat Toku spricht über die schwere Zeit bei der SGW und seine Ziele

21. November 2019, 09:40 Uhr

Foto: Olaf Ziegler

Die SG Wattenscheid musste den Spielbetrieb in der Regionalliga einstellen. Während der neue Vorstand an der Zukunft bastelt, in welcher Liga das sein wird, das steht noch nicht fest, hat der ehemalige Trainer Farat Toku sich zum Chaos bei der SGW geäußert. 

Farat Toku hat in seinen Jahren bei der SG Wattenscheid zahlreiche Krisen miterlebt. Sportlich hat er seine Mannschaft immer auf Kurs gehalten. Egal wie groß die Probleme waren, auf Toku und seine Mannschaft konnte man sich verlassen. Die letzte Krise war eine zu viel, die SGW musste den Spielbetrieb in der Regionalliga während der Saison einstellen. 


Im Interview mit dem "Kicker" hat er sich nun geäußert. Als das Aus feststand, sei sein erster Gedanke gewesen, was denn jetzt aus den Spielern werden würde. Toku betont im Kicker: "Als die Nachricht kam, tat es sehr weh. Auch wenn wir nach den Entwicklungen der vergangenen Monate damit rechnen mussten. In den fünf Jahren meiner Tätigkeit stand die Zukunft des Klubs oft aus wirtschaftlichen Gründen auf der Kippe." 

Mittlerweile haben die meisten Spieler Vereine gefunden, wo sie sich fithalten können. Neue Verträge dürfen erst für die Rückrunde geschlossen werden. Toku kann anderen Klubs nur empfehlen, sich mit seinen Ex-Spielern zu verstärken. Seine Meinung: "Ich hoffe, dass sie in der Winterpause Verträge bekommen. Sie haben es verdient. Welche Qualität und Charakterstärke sie mitbringen, haben sie in Wattenscheid bewiesen."

Das gilt mit Sicherheit auch für den Trainer, der die erste Zeit nach dem Aus genutzt hat, um die schwierige Situation für sich zu verarbeiten. In ein Loch sei er nicht gefallen, obwohl er es schade fand, dass die Saison nicht zu Ende gespielt werden konnte. 


Toku erklärt mit Blick auf seine Zukunft: "Ich nutze die Zeit, um mich weiterzubilden, mit Trainerkollegen auszutauschen sowie Spiele von der 1. bis zur 4. Liga und in den Junioren-Bundesligen anzuschauen. Ich werde bei Cracovia Krakau und Michal Probierz sowie Dunajska Streda und Peter Hyballa hospitieren. Ich möchte mich als Trainer weiterentwickeln und so viel wie möglich aufsaugen. Mein Ziel bleibt die Ausbildung zum Fußball-Lehrer. Ich freue mich darauf, etwas Neues zu beginnen."

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22.11.2019 - 12:16 - Jünther, Jötz und Jürgen

König Fußball.
Sollte es man wieder um die finanzielle Leistungsfähigkeiten der Mannschaften in den 5 Regionalligen gehen, werden schätzungsweise 30-40 % der Vereine am Rande einer Insolvenz geführt. Dazu haben sich viele Verantwortliche der Verein schon vor Jahren zu geäußert. Europaweit gibt es nur sehr wenige ,, gesunde ´´ Vereine.

21.11.2019 - 19:23 - am Zoo

@ BallaBalla: Unsere Vereinsführung gibt nicht einen € mehr aus als sie hat (WSV) Die beiden Spieler von WAT09 halten sich bei uns FIT - und gut.
Gehen in der Winterpause Spieler wäre ein klitze kleiner Spielraum gegeben - sehr KLEIN.....
Nur zu deiner Info.
Rot blaue Grüße aus dem Tal und "Glück Auf" nach Herne!!!!

21.11.2019 - 13:44 - BallaBalla

na hoffentlich landet aus Wattenscheid kein Spieler beim WSV oder bei der Westfalia in Herne, die wären sonst irgendwann durch Insolvenzen traumatisiert. Der Trainer Toku hat Top Arbeit geleistet und sollte keine Probleme haben einen Verein zu finden. Dort kann man ihm dann nur gönnen, dass er genauso erfolgreich weitermacht wie bisher.
Ich vermute, in Herne gehen die Lichter noch schneller aus als in Wuppertal. In Wuppertal könnte ich mir noch vorstellen, dass sich da ein Retter in der Not hervortut, in Herne wohl eher nicht. Dort wird bei den offenkundigen Problemen mit Satzungen, nicht durchgeführten Mitgliederversammlungen usw. niemand Interesse haben sein Geld zu geben. Dort ist die Lage dermaßen risikobehaftet dass im Falle von irgendwelchen Prüfungen durch Finanzamt oder Sozialversicherungen, bzw. bei Zivilklagen noch etwas hochkommt. Schade drum, aber hier liegen die Probleme ja seit vielen Jahren bekanntermaßen auf dem Tisch und leider ist niemand im Stande, dort Ordnung und Ruhe hineinzubringen. Man erkennt den Riss im Verein und die unterschiedlichen Lager ja offensichtlich an den Kommentaren zu Herner Artikeln. Meist ist die Kommentarfunktion direkt geschlossen oder wird es im Laufe des Tages geschlossen bei dem was da von manchen Blitzbirnen so kommt.

21.11.2019 - 11:25 - NorbiNig

Hallo Schalke, hallo Herr Schneider!
Hier ist ein Trainer den man gut auf Schalke gebrauchen. Unterstützung bei der A-trainer Ausbildung, mit Elgert zusammen arbeiten und als Trainer für die Profis ranführen.
Würde mich freuen.
Glück Auf