03.07.2009

WSV Borussia: Karsten Fischer ist schon angekommen

Der Wunsch nach Vertrauen

Der WSV Borussia hat sich wieder einen Fischer geangelt.

Der heißt zwar nicht mehr Nils, sondern Karsten, kann aber bereits einiges an Profi-Erfahrung vorweisen. 20 Bundesliga-Einsätze für den VfL Wolfsburg, jeweils 25 Zweit- und Drittligapartien für den SC Paderborn – keine schlechte Ausbeute für einen 25-Jährigen.

Mit so einer Vita muss man in Wuppertal eigentlich kein Probetraining mehr bestreiten, um sich für einen Vertrag zu empfehlen. Und genau genommen war es ja auch ganz anders, wie Fischer erklärt: "Das war kein gefühltes Vorspielen. Ich wollte einfach nicht mehr allein laufen gehen, sondern mit einer Mannschaft trainieren. Diese Möglichkeit hat Uwe Fuchs mir geboten."

Dass daraus schon wenige Tage später eine feste Bindung bis 2010 resultierte, liegt zum einen an Fischers Qualitäten, zum anderen aber auch an seiner verzwickten Lage. "Ich hatte eine schwierige Situation in Paderborn", blickt der Defensivmann zurück. Im Endspurt der Zweitliga-Saison 2007/08 war er noch eine feste Größe bei den Ostwestfalen, eine Klasse tiefer blieb ihm nach langwierigen Syndesmoseband-Problemen nur noch die Jokerrolle. "Es ist ein bisschen blöd gelaufen. Ich habe gut gespielt, aber der Trainer war anderer Meinung. Ich habe nie so richtig das Vertrauen gespürt", erklärt der zweimalige U21-Nationalspieler.

Das wird nun in Wuppertal anders sein. "Er hat uns mit seinen Führungsqualitäten überzeugt", betont Manager Markus Bayertz. Und der so Gelobte verspricht schon einmal: "Ich möchte wieder zeigen, was ich kann. Und ich will mit Wuppertal so weit wie möglich oben mitspielen."

Vorerst wird er seine neuen Mitspieler kennen lernen, wie beim Test-Auftakt gegen Tom Tomsk am Mittwoch. Denn zuvor kannte er lediglich Steve Müller aus Wolfsburger und Sven Lintjens aus Paderborner Zeiten. Doch die erste Erfahrung mit dem neuen Team fand er schon einmal positiv: "Der erste Einsatz ist immer etwas Besonderes, auch wenn es nur ein Freundschaftsspiel ist."

Doch auch jetzt gibt es schon Pflichttermine: Gemeinsam mit seiner Freundin Carolin sucht er nach einer neuen Bleibe in der Schwebebahnstadt. Das Hotelleben soll schnell ein Ende haben. "Zu Hause ist es halt am schönsten", sagt Fischer. Und er wirkt dabei, als ob er schon angekommen wäre.

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