10.04.2018

Schalke

Torjäger Burgstaller: "Das verspreche ich Teuchert"

Foto: firo

Schalke trifft am Sonntag im Revierderby auf Borussia Dortmund. Torjäger Guido Burgstaller sprach über den BVB, das 2:3 beim HSV und mehr.

Am Sonntag trifft Fußball-Bundesligist Schalke 04 im Revierderby auf Borussia Dortmund (15.30 Uhr, live in unserem Ticker). Nach dem Training am Dienstag sprach Torjäger Guido Burgstaller über das Derby, die 2:3-Niederlage beim Hamburger SV und mehr.

Schalke-Torjäger Guido Burgstaller über...
… die Niederlage in Hamburg: Das Schöne im Fußball ist, man kann sich jede Woche wieder neu beweisen – am Sonntag im Derby können wir es wieder besser machen. Wir wissen, was wir in Hamburg falsch gemacht haben, dass wir als Mannschaft nicht richtig ins Spiel gefunden haben. Wir müssen immer an unsere Leistungsgrenze herankommen - wenn wir das nicht schaffen, haben wir Probleme, und das hat man in Hamburg gesehen. Das werden wir jetzt schnell wieder ändern – am besten schon am Sonntag. Wir müssen immer an unsere 100 Prozent kommen, wenn wir ein Spiel gewinnen wollen.

… seine Zuversicht, warum es im Derby wieder besser laufen wird: Wir sind bis jetzt immer an die Leistungsgrenze gekommen, bis auf die erste Halbzeit in Hamburg, die wir ein bisschen verschlafen haben. Man hat in dieser Saison gesehen, dass wir immer enge Spiele haben, aber auch, dass wir konstant waren und Geduld hatten in unserem Spiel – das müssen wir jetzt am Sonntag auch wieder umsetzen.

… die Möglichkeit, dass das Derby zusätzliche Prozente herauskitzelt: Du spielst zu Hause, die Fans sind heiß drauf, wir sind heiß drauf, jeder freut sich auf das Spiel – da kann man vielleicht schon noch mal ein paar Prozent rauskitzeln.

… die Bedeutung des Derbys: Das Derby ist kein Spiel wie jedes andere, das ist immer etwas Besonderes, auch für uns Spieler. Man merkt schon früh die Anspannung, es wird schon zwei, drei Wochen davor vom Derby gesprochen, auch wenn es noch in weiter Ferne ist. Aber jetzt ist es nicht mehr so lange hin, wir bereiten uns schon akribisch auf den Gegner vor. Jeder freut sich, jeder ist positiv – wir spielen zu Hause und wollen natürlich das Derby gewinnen.

… das Hinspiel: Es war ein überragendes Spiel, das ist sicherlich noch in unseren Köpfen. Man merkt, dass vieles möglich ist im Fußball, dass man nicht so schnell aufgeben darf. Das haben wir alle noch im Kopf.

Wenn du als Sportler denkst, dass der Gegner gewinnen oder vorbeiziehen könnte, dann hast du schon verloren.
Guido Burgstaller

… den 4:4-Ausgleich durch Naldo: Wenn ich daran denke, habe ich jetzt noch Gänsehaut, ein überragendes Gefühl. Ich hoffe, wir machen so vielleicht das Siegtor am Sonntag. Wir wollen am Sonntag aber nicht wieder mit 0:4 in die Halbzeit gehen. (lacht)

… sein Tor zum 1:4, mit dem er im Hinspiel die Wende eingeleitet hat: Es war schön, dass ich mein erstes Derby-Tor gemacht habe. Wir waren in der Halbzeitpause in der Kabine am Boden zerstört, haben uns dann aber gesagt, dass wir unbedingt die zweite Halbzeit gewinnen wollen. Nach dem Anschlusstreffer ist nochmal ein Ruck durch die Mannschaft gegangen und nach dem 4:2 habe ich auch daran geglaubt, dass jetzt noch etwas geht – so war es in meiner Gefühlswelt.

… den Gegner aus Dortmund: Ich sehe die Ergebnisse, dass sie gewonnen haben jetzt am Wochenende. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

… die Befürchtung, dass der BVB im Aufwind sein könnte: Wir sind auf Tabellenplatz zwei, von daher sind wir in einer guten Ausgangsposition. Wir schauen nicht auf den Gegner, wir wollen einfach das Derby gewinnen. Das ist ein wichtiges Spiel, da werden wir alles heraushauen.

… die Möglichkeit, dass Dortmund mit einem Sieg an Schalke vorbeiziehen könnte: Wenn du als Sportler denkst, dass der Gegner gewinnen oder vorbeiziehen könnte, dann hast du schon verloren. So denken wir überhaupt nicht – wir sind alles sehr, sehr positiv und wollen das Spiel gewinnen.

… BVB-Trainer Peter Stöger, der ebenfalls Österreicher ist: Wir haben uns noch nie länger unterhalten. Ich habe noch nie unter ihm trainiert, er war aber schon einmal Trainer einer gegnerischen Mannschaft von mir.

… Stögers Bilanz, der mit dem 1. FC Köln auf Schalke nie verlor: Er ist ja nicht mehr Köln-Trainer, er ist ja Dortmund-Trainer jetzt. Das sind zwei verschiedene paar Schuhe.

… seinen Stellenwert auf Schalke: Ich mache einfach das, was ich schon immer gemacht habe, habe mich nicht viel verändert. Ich glaube, ich passe einfach ganz gut in die Schalker Mannschaft.

… seine Bodenständigkeit, die ihn unterscheidet von BVB-Stürmer Michy Batshuayi, der sich als Paradiesvogel gefällt: Da müssen Sie andere fragen, keine Ahnung.

… die Aussage von Cedric Teuchert, dem man gesagt hatte: Nach einem Tor im Derby darf man in Gelsenkirchen umsonst essen gehen: Das habe ich ihm gesagt. Cedric kann dann zu mir kommen, wenn er trifft, und ich koche ihm dann etwas.

Autor: Manfred Hendriock

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