06.04.2018

Wattenscheid 09

Ligakonkurrent zeigt Interesse am Kapitän

Foto: Thorsten Tillmann

Während bei vielen Konkurrenten die Kaderplanung auf Hochtouren läuft, hat die SG Wattenscheid 09 noch Nachholbedarf. Aktuell sind nur drei Verträge für die neue Saison gültig.

Neben Chang Kim besitzen auch Hendrik Zimmermann und Sebastian van Santen Kontrakte bis zum 30. Juni 2019. Alle anderen Arbeitspapiere laufen am Saisonende aus.

Dass die Wattenscheider Spieler bei der Konkurrenz Begehrlichkeiten wecken, ist nicht überraschend. Einmal mehr hat es Trainer Farat Toku, dessen Vertrag noch ein Jahr Gültigkeit besitzt, geschafft mit geringen Mitteln eine mehr als ordentliche Regionalligamannschaft zu formen, die schon zu diesem Zeitpunkt der Saison den angepeilten Klassenerhalt so gut wie in der Tasche hat.

Es könnte gut sein, dass der 37-jährige A-Lizenzinhaber im kommenden Sommer wieder vor einer großen Herausforderung stehen wird, und einige neue Spieler aus dem Hut zaubern muss. Denn es ist äußerst fraglich, ob Leistungsträger wie Angelo Langer, Manuel Glowacz, Nico Buckmaier oder Joseph Boyamba in der kommenden Spielzeit noch in Wattenscheid spielen werden. Der Abgang des umworbenen Torjägers Boyamba scheint so gut wie beschlossen zu sein. Die Interessenten stehen beim Stürmer Schlange.

Nun ist auch Kapitän Buckmaier ins Visier der Konkurrenz geraten. Wie RevierSport erfuhr, bekundet der Traditionsklub Alemannia Aachen an dem 25-jährigen Wattenscheider Interesse bekunden. "Er ist ein sehr interessanter Spieler, der bei uns auf der Liste steht", bestätigt Aachens Trainer Fuat Kilic. Jedoch erschwert den Wechsel zur Alemannia Buckmaiers aktuelle Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann. "Mein Berater hat sich mit der Alemannia unterhalten und es gibt wohl keine Möglichkeit, dass ich meine Ausbildung in Aachen fortsetzen könnte", erklärt der Sohn von SG-Legende Ede Buckmaier.

Nico Buckmaier absolviert seine Lehre im Wattenscheider WTC-Center. Diese dauert noch bis zum Ende des Jahres. "Die Ausbildung hat Vorrang. Außer ich bekomme ein großes Angebot aus der 2. oder 3. Liga. Dann würde ich ins Grübeln kommen. Sonst will ich diese Ausbildung unbedingt abschließen", betont der Wattenscheider Mittelfeldspieler.

Falls es nicht mit Aachen doch noch klappen sollte, gibt es duchaus auch andere Optionen für den variablen Mittelfeldspieler. "Es gibt losen Kontakt zu anderen Regionalligisten", verrät "Bucki".

2015 kam Buckmaier, der in dieser Saison 16 Spiele (drei Tore, vier Vorlagen) für die SG absolvierte vom KFC Uerdingen nach Wattenscheid. Dass er nach der Saison seine Zelte an der Lohrheide abbrechen wird, ist noch nicht beschlossen - aber. "Die Mannschaft, der Trainer, das alles passt perfekt. Es macht unheimlich Spaß mit den Jungs zu arbeiten. Aber klar ist auch, dass jeder weiß, dass es in Wattenscheid nicht einfach ist. Da tut es natürlich gut, wenn man die eine oder andere Anfrage hat und es Optionen gibt", sagt Buckmaier.

Autor: Krystian Wozniak

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