22.02.2018

BVB-Einzelkritik

Bürki patzt, Reus und Schmelzer ebnen Weiterkommen

Foto: firo

Beim 1:1 (1:0) bei Atalanta Bergamo enttäuschten viele Spieler von Borussia Dortmund. Marco Reus und Kapitän Marcel Schmelzer brachten die Wende.

Roman Bürki (4): Mal ist man der Held, mal der Idiot - das hatte der Schweizer nach seiner starken Leistung gegen Gladbach lapidar gesagt. In Bergamo hielt das Torwartleben nun wieder die gegenteilige Empfindung bereit. Vor dem 0:1 griff er - im Fünfmeterraum bedrängt - daneben (11.), rettete aber später gegen Gomez das Ergebnis (79.).

Lukasz Piszczek (5): Über die Jahre hat er sich mit Recht den Ruf großer Zubverlässigkeit erarbeitet. Doch nicht nur sein Passspiel erwies sich als ausgesprochen fehlerhaft.

Sokratis (3-): Auch der Abwehrchef leistete sich zu Beginn Fehler im Aufbauspiel. Über die Zweikämpfe holte er sich die Sicherheit. Allerdings: Wegen eines taktischen Fouls sah er schon in der 18. Minute Gelb und musste sich fortan mit körperlicher Vehemenz zurückhalten.

Ömer Toprak (4): Abgesehen von einem haarsträubenden Fehlpass spielte der Innenverteidiger eine solide Partie ohne größere Aufreger.

Jeremy Toljan (5): Der Linksverteidiger erwischte einen miserablen Start in die Partie: Gleich mehrere zum Teil haarsträubende Fehlpässe leistete sich der Mann mit der Rückennummer 15. In der Halbzeit wurde er ausgewechselt.

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Nuri Sahin (4): Für den gelbgesperrten Julian Weigl in die Mannschaft gerückt blieb der Stratege ohne sichtbare Impulse.

Mahmoud Dahoud (5): Von Beginn an durfte der Mittelfeldspieler in dieser Saison selten ran. Das Vertrauen rechtfertigte er nur sehr bedingt. Ein Ballverlust am eigenen Sechzehner wurde zur Gefahr, in der zweieten Halbzeit glückte ihm dann kaum noch ein Abspiel.

Christian Pulisic (4): Der Dribbler dribbelte viel, versuchte sich an Aktionen und sorgte so für stete Betriebsamkeit. Aber auch seinen Aktionen fehlte es zunehmend an Erfolg. Nach einer Stunde ausgewechselt.

Mario Götze (3): In der ersten Halbzeit gehörte der Weltmeisterschütze zu den besseren im Dortmunder Ensemble. Sein Treffer nach gut einer halbe Stunde zählte wegen einer Abseitsstellung zurecht nicht. Knapp war das.

André Schürrle (3-): Sein 20-Meter-Schuss weckte die Dortmunder nach einer halben Stunde ein bisschen auf. Versuchte erneut viel, blieb aber doch glückloser als zuletzt. Zum Beispiel, als er in der 81. Minute den Ausgleich auf dem Fuß hatte, aber am Torwart scheiterte.

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Michy Batshuayi (4): Dortmunds wuchtiger Stürmer kam nach etwa einer Stunde zu seinem ersten nennenswerten Abschluss. Rackerte viel, erreichte aber wenig.

Marcel Schmelzer (3): Erstmals in diesem Jahr nach seiner Verletzung wieder im Kader - und dann gleich Siegtorschütze. Zuvor allerdings auch mit der einen oder anderen unglücklichen Aktion.

Marco Reus (2-): Mit seiner Einwechslung stieg Dortmunds Zielstrebigkeit sprunghaft. Vorbereiter einer Schürrle-Chance und mit seinem Schuss Wegbereiter für den Ausgleich.

Autor: Daniel Berg

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