Sportvorstand äußert sich zu Trainerkandidaten

09.02.2018

Wuppertal

Sportvorstand äußert sich zu Trainerkandidaten

Foto: Stefan Rittershaus

Der Wuppertaler SV hat am Mittwoch unter die Zusammenarbeit mit Trainer Stefan Vollmerhausen einen Schlussstrich gezogen. Nun ist der Klub auf der Suche nach einem Nachfolger.

Die ersten kursieren bereits in der Presselandschaft. Oft wurde der Name von Holger Wortmann gehandelt. Doch der ehemalige Westfalia-Rhynern-Trainer dementierte bereits gegenüber RevierSport. Manuel Bölstler kann über dieses Gerücht nur müde lächeln: "Da ist absolut nichts dran. Ich kenne und schätze Holger. Habe aber bezüglich der Position des neuen WSV-Trainers keinen Kontakt zu ihm aufgenommen. Manchmal frage ich mich wirklich, woher die Presse solche dubiosen Informationen bekommt."

Anders klingen die Worte des Wuppertaler Sportchefs bei den Namen von Björn Mehnert (SC Wiedenbrück) und Andreas Zimmermann (zuletzt Rot-Weiß Oberhausen, aktuell vereinslos). Vor allem der Erstgenannte scheint auch bei den WSV-Fans hoch im Kurs zu stehen. Mehnert, der sechseinhalb Jahre in Wuppertal als Spieler verbrachte, leistet zurzeit tolle Arbeit beim SC Wiedenbrück. "Das haben wir auch mitbekommen. Björn hat Rhynern in die Regionalliga geführt und sorgt nun mit Wiedenbrück für Furore. Er ist ein guter Trainer. Aber so weit ich weiß, besitzt er in Wiedenbrück noch einen Vertrag über die Saison hinaus", sagt Bölstler. Der WSV-Sportvorstand ist gut informiert. Das Arbeitspapier des 41-jährigen gebürtigen Dortmunders läuft an der Rietberger Straße erst am 30. Juni 2019 aus. "Ich fühle mich hier auch sehr wohl. Es gibt keinen Kontakt zum WSV. Klar ist aber auch, dass Wuppertal neben Borussia Dortmund II zu meinen besonderen Station gehörte und ich den WSV sehr interessiert verfolge", erklärt A-Lizenzinhaber Mehnert.

Oft wird ja gerne ein Fußballlehrer bevorzugt. Bei uns ist die A-Lizenz kein Ausschlusskriterium. Wir sind davon überzeugt, dass man auch mit einem A-Lizenzinhaber Erfolg haben kann
Manuel Bölstler über das Trainerprofil

Ein anderer Kandidat könnte Andreas Zimmermann sein. Er ist seit dem 15. August 2016 auf Vereinssuche. nach zwei Jahren und 85 Pflichtspielen (1,68 Punkte pro Partie) trennte sich RWO im Sommer 2016 vom 48-jährigen Fußballlehrer. Bölstler kennt "Zimbo" aus gemeinsamen Ahlener Zeiten. "Andreas hat in Oberhausen gute Arbeit geleistet und wir kennen uns auch. Aber ich habe keinen Kontakt zu ihm aufgenommen. Wir konzentrieren und zuerst auf das Spiel am Samstag gegen Wattenscheid", betont Bölstler.

Es könnte gut sein, dass am Samstag im Stadion am Zoo einige Trainer auf der Tribüne sitzen werden, die am WSV-Trainerjob interessiert sind. Schon im Dezember flatterten rund 60 Bewerbungen auf der Wuppertaler Geschäftsstelle ein. Vollmerhausen stand zu diesem Zeitpunkt kurz vor einem Wechsel zum FC Viktoria Köln. Seit Mittwoch ist seine Position endgültig frei geworden. Gegen Wattenscheid wird mit den U19-Trainern Christian Britscho und Pascal Bieler ein Interims-Duo auf der Bank sitzen. Auch Britscho als Cheftrainer ist für Bölstler durchaus vorstellbar: "Warum nicht? Christian hat beim VfL Bochum zehn Jahre gearbeitet und war zwischendurch unter Gertjan Verbeek dessen zweiter Co-Trainer. Er weiß, wie man auch mit Seniorenspielern umgeht. Wir denken aktuell in einige Richtungen und wollen uns Zeit lassen. Es wird keinen Schnellschuss geben."

Bölstlers Zusatz: "Oft wird ja gerne ein Fußballlehrer bevorzugt. Bei uns ist die A-Lizenz kein Ausschlusskriterium. Wir sind davon überzeugt, dass man auch mit einem A-Lizenzinhaber Erfolg haben kann."

Autor: Krystian Wozniak

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