19.11.2017

VfB Speldorf

Mikolajczak tobt nach Baumberg-Debakel

Foto: Thorsten Tillmann

Am 16. Spieltag der Oberliga Niederrhein unterlag der VfB Speldorf den Sportfreunden Baumberg in einem wahren Torfestival mit 3:6 (0:4). Der Trainer war stinksauer.

Es war ein rabenschwarzer Nachmittag aus Sicht des VfB Speldorf. Bereits nach fünf Minuten deutete sich an, dass die Partie nur in eine Richtung laufen würde Maximilian Nadidai war es, der mit seinem Tor zum 1:0 die Weichen auf Auswärtssieg stellte (5.). "Wir sind gut in die Partie gekommen und haben früh die Führung erzielt", sagte Baumbergs Trainer Salah El Halimi (41).

Doch das war erst der Anfang. Denn die Monheimer spielten sich anschließend in einen wahren Rausch. Beim Aufsteiger aus Mülheim, der sich in den letzten Wochen in das Mittelfeld der Tabelle vorgearbeitet hatte, lief hingegen nichts zusammen. Bis zur Pause erhöhten die Gäste auf 4:0. Die Partie war entschieden. "Wir waren im ersten Durchgang bombig effektiv. Das Umschaltspiel hat super funktioniert, so dass wir aus fünf Chancen vier Tore erzielen konnte", freute sich El Halimi.

Nach der Pause das gleiche Bild: Baumberg stürmte, Speldorf blamierte sich vor eigenem Publikum bis auf die Knochen. Jannik Weber (54.) und der ehemalige Bundesligaprofi Kosi Saka per Foulelfmeter (58.) machten das halbe Dutzend voll. "Ich bin sehr enttäuscht. Wir haben zu viele taktische Fehler gemacht und bereits zu Beginn alles über den Haufen geworfen", erklärte VfB-Trainer Christian Mikolajczak, der nach dem Spiel richtig angefressen war: "Man hat hier einen Klassenunterschied gesehen. Wir waren ganz, ganz schlecht. Wenn Baumberg seinen Stiefel nach dem 6:0 weitergespielt hätte, hätten sie 8:0 oder 9:0 gewonnen."

Dies geschah nicht, da die Gäste tatsächlich mehrere Gänge zurückschalteten. Speldorf gelang es, innerhalb von 14 Minuten auf 3:6 zu verkürzen. An der Gemütslage des VfB-Trainers änderte das aber nicht viel. Er übte harsche Kritik an seiner Mannschaft. Seine Spieler hätten seine Anweisungen nicht befolgt. Ein heftiger Vorwurf: "Wenn man mir nicht zuhört, braucht man sich nicht wundern, dass man hier untergeht."

Autor: Christian Schaffeld

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