23.10.2017

ETB SW Essen

Wölpper erklärt Focher-Verpflichtung

Foto: ETB SW Essen

Der ETB Schwarz-Weiß Essen hat noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen und mit Johannes Focher einen erfahrenen Torwart verpflichtet.

Der 26-Jährige wurde sowohl 2011, als auch 2012 als dritter Torwart mit Borussia Dortmund deutscher Meister. Im Jahr 2012 holte er darüber hinaus den DFB-Pokal. Nach einer Saison bei Sturm Graz in Österreich beendete er seine Karriere, um an der Ruhr-Universität in Bochum BWL zu studieren. Nun feiert er sein Comeback in der Oberliga Niederrhein. Wir haben mit seinem neuen Trainer Manfred Wölpper im Anschluss an die Partie gegen den Cronenberger SC (1:0) gesprochen.

Manfred Wölpper, warum war Johannes Focher gegen Cronenberg noch nicht im Kader?
Er ist erst ab November spielberechtigt, daher konnte ich ihn noch nicht mit in den Kader nehmen.

Wie ist der Kontakt zu ihm zustande gekommen?
Wir haben schon im Sommer mit ihm gesprochen und wollten ihn verpflichten. Damals hat er uns in einem sehr ehrlichen Gespräch jedoch mit der Begründung abgesagt, dass sein Studium vorgeht, was wir natrlich respektiert haben. Wir haben dann vereinbart, dass wir uns zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zusammensetzen werden. Nun ist das Semester vorbei und er hat mit seiner Partnerin gesprochen und uns mitgeteilt, dass er die Aufgabe nun gerne annehmen möchte.

Eigentlich hatte der ehemalige BVB-Torwart seine Karriere schon beendet. Wie kam es nun zum Comeback?
Johannes hat an einem bestimmten Punkt gemerkt, dass es bei ihm nicht für die ganz große Profikarriere reicht. Deshalb hat er sich dazu entschieden seine Karriere zu beenden um andere Prioritäten zu setzen. Diese hat er nun mit seinem BWL-Studium.

Er hat nun zwei Jahre nicht gespielt. Wie ist denn sein Fitnesszustand?
Der ist natürlich nicht da, wobei man als Torwart ja auch nicht soviel laufen muss. Ich denke schon, dass er schnell fit wird. Er nimmt die Aufgabe sehr ernst.

Sie haben mit Ricardo Seifried eine Nummer eins. Wird es nun eine neue Torwart-Hierachie bei Ihnen geben?
Nein. Ricardo ist erst 19 Jahre alt und ein großes Talent, für ihn ist es sein erstes Seniorenjahr. Durch die Erfahrung eines Johannes Focher wird er viel lernen können.

Das bedeutet, dass Johannes Focher nur Ersatztorwart sein wird?
Das heißt gar nichts. Ich weiß noch nicht wer im Endeffekt spielen wird, da muss ich die Trainingseinheiten abwarten.

Abschließende Frage: Was erwarten Sie von Johannes Focher genau?
Alleine durch seine Präsenz wird er die Mannschaft stärker machen. Er wird die Mannschaft führen und auch Ricardo noch besser machen.

Autor: Christian Schaffeld

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