06.07.2017

Schalke

Mit Oczipka einig – jetzt geht’s um die Ablöse

Foto: firo

Er gehörte zu den wenigen positiven Erscheinungen in einer ansonsten sehr mäßigen Schalker Saison:

Umso schmerzlicher wird man in Gelsenkirchen Sead Kolasinac in der bevorstehenden Spielzeit vermissen. Nun scheint der Fußball-Bundesligist allerdings Ersatz gefunden zu haben für den Publikumsliebling, der sich dem FC Arsenal angeschlossen hat.

Radio FFH bestätigte den Informationsstand dieser Zeitung vom Interesse der Königsblauen an Bastian Oczipka von Eintracht Frankfurt und geht sogar noch einen Schritt weiter: Laut dem Sender sind sich Schalke und der Abwehrmann des Pokalfinalisten über einen Wechsel einig, nur bei der Ablöse kommen die beiden Klubs noch auf keinen gemeinsamen Nenner.

Laut FFH-Informationen befinden sich Schalke und Frankfurt aber in Verhandlungen über die Entschädigung. Im Gespräch sind 3,5 Millionen Euro – das ist der Eintracht allerdings offenbar zu wenig. Denkbar, dass S04 also noch ein bisschen drauflegen muss für den Kolasinac-Ersatz. Allerdings dürfte Sportvorstand Christian Heidel auch nicht gewillt sein, einen zu hohen Preis zu bezahlen, denn: Der 28 Jahre alte Oczipka hat nur noch ein Jahr Vertrag bei den Hessen und wäre im nächsten Sommer gegebenenfalls für lau zu haben.

Die Anfang der Woche bekannt gewordenen Abwerbeversuche aus dem Ruhrgebiet haben bei Eintracht-Trainer Niko Kovac für Empörung gesorgt. Denn er schätzt die Qualitäten Oczipkas sehr – auf und neben dem Platz. Der in Bergisch Gladbach geborene Profi hat sich seit 2012 in 146 Bundesligaspielen für Frankfurt (zwei Tore, 22 Vorlagen) als konstant und extrem zuverlässig erwiesen. Er fiel nicht als Lautsprecher auf, wohl aber als wichtiges integratives Element innerhalb der Mannschaft. Noch vor zwei Wochen hat sich Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic zuversichtlich gezeigt, das 2018 auslaufende Arbeitspapier zu verlängern.

Am Donnerstag ist Bastian Oczipka jedenfalls noch mit seinen Mannschaftskollegen ins Trainingslager in die USA geflogen. Einigen Schalke und Frankfurt aber zeitnah, dürfte er auch schleunigst wieder in einen Flieger zurück nach Deutschland steigen.

Autor: Peter Müller

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