Darmstadt im Umbruch

Schuster geht - Fach neuer Sportchef

dpa
02. Juni 2016, 21:12 Uhr

Foto: firo

Nun ist es amtlich: Dirk Schuster verlässt den SV Darmstadt 98 und heuert beim Bundesligarivalen FC Augsburg an.

Die Südhessen erteilten dem 48-Jährigen offiziell die Freigabe für den Wechsel, über den beide Vereine seit Wochen verhandelt hatten. "Nach einer tollen, unvergesslichen, erfolgreichen Zeit in Darmstadt freue ich mich auf die neue Herausforderung in Augsburg", sagte Schuster. Er löst in Augsburg den zu Schalke 04 wechselnden Markus Weinzierl ab und erhält bei den bayerischen Schwaben wie sein Assistent Sascha Franz sowie Fitness-Trainer Frank Steinmetz einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2019. Da Schusters Vertrag in Darmstadt noch bis 2018 gültig war, erhalten die Lilien eine Ablösesumme. Inklusive späterer Bonuszahlungen im Erfolgsfall soll diese maximal 1,1 Millionen Euro betragen.

Bei den Darmstädtern, die keine Angaben zur Ablöse machten, läuft die Suche nach einem geeigneten Nachfolger bereits auf Hochtouren. "Die Neubesetzung des Trainerpostens hat jetzt Priorität", erklärte Präsident Rüdiger Fritsch.

Daran mitwirken wird auch Holger Fach, den der Verein zum Sportlichen Leiter beförderte. Der 53-Jährige tritt das neu geschaffene Amt ab sofort zunächst für zwei Jahre bis zum 30. Juni 2018 an und soll an diesem Freitag offiziell vorgestellt werden.

Fach arbeitet seit dem 1. April für die Südhessen, bei denen er sich bislang um die Bereiche Kaderplanung und Scouting kümmerte. Die Kompetenzen des Sportdirektors lagen bisher im Zuständigkeitsbereich von Trainer Schuster, der eine Doppelfunktion ausübte. Zu Schusters Nachfolgekandidaten soll Norbert Meier vom Zweitligisten Arminia Bielefeld gehören. Allerdings gab es bisher wohl keinen Kontakt zu Meier, der vor zwei Jahren in der Relegation mit Bielefeld Darmstadt unterlag und derzeit im Spanien-Urlaub weilt.

Auch die Namen von Stefan Ruthenbeck (Greuther Fürth) und Alois Schwartz (Sandhausen) werden gehandelt. Der beim Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart ins zweite Glied versetzte Jürgen Kramny soll ebenso wie der ehemalige "Lilien"-Coach Kosta Runjaic kein Thema sein.

Mit Schuster verliert der letztjährige Sensations-Aufsteiger, der überraschend die Klasse gehalten hat, den Garanten des märchenhaften Aufschwungs. Darmstadts Präsident Fritsch kämpfte daher lange um den Verbleib Schusters, der jedoch unbedingt weg wollte.

"Wir danken dem Trainerteam um Dirk Schuster ganz herzlich für die Verdienste in den zurückliegenden dreieinhalb Jahren", sagte Fritsch und fügte kämpferisch hinzu: "Aber nun geht es weiter – man sagt ja, dass in jeder Veränderung auch eine Chance liegt."

Autor: dpa

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