In bärenstarker Verfassung präsentiert sich die SpVgg Horsthausen seit der Winterpause. Nach 19 Punkten aus sieben Spielen ist nun sogar der Aufstieg in die Landesliga möglich.

SpVgg Horsthausen

"Die Landesliga erschreckt uns nicht"

Hendrik Niebuhr
11. April 2016, 18:06 Uhr

Foto: Tino Berges

In bärenstarker Verfassung präsentiert sich die SpVgg Horsthausen seit der Winterpause. Nach 19 Punkten aus sieben Spielen ist nun sogar der Aufstieg in die Landesliga möglich.

Zum Jahreswechsel stand die Mannschaft von Marc Gerresheim "lediglich" auf dem fünften Tabellenplatz. Die Herner gaben schon vor der Saison das Ziel aus, oben mitspielen zu wollen, doch in der Hinserie fehlte noch die Konstanz. "Wir haben im Winter die richtigen Schlüsse gezogen und mit viel Fleiß und einer hohen Intensität gearbeitet", erklärt Gerresheim. Zudem kamen mit Abdel-Latif Boudhan und Kai Engelbracht zwei externe Verstärkungen dazu.

In jedem Fall läuft es im neuen Jahr bislang rund: In sieben Partien verließ Horsthausen sechsmal als Gewinner den Platz und erreichte ein 2:2 gegen Tabellenführer Firtinaspor Herne. Dadurch kletterte die Spielvereinigung mittlerweile auf den zweiten Tabellenplatz und hat dank der Niederlage von Firtinaspor in Herbede nun nur noch zwei Zähler Rückstand auf den Spitzenreiter.

Dennoch sträubt sich Gerresheim dagegen, nun den Aufstieg als klares Ziel zu proklamieren: "Wir sind letztlich gut beraten, wenn wir nur auf uns und die Dinge, die wir beeinflussen können, gucken. Wir erschrecken uns nicht, wenn es in die Landesliga geht, aber wir sind auch nicht furchtbar traurig, wenn es nicht klappt. Wir sind auf beide Ligen vorbereitet und der Kader für die nächste Saison steht bereits, sodass wir uns voll auf Fußball konzentrieren können."

Zudem stecken die Horsthausener derzeit auch Rückschläge ausgezeichnet weg. Beim 4:1-Erfolg über den TuS Kaltehardt am Sonntag ließ sich die Gerresheim-Elf auch nicht von einem Platzverweise gegen Daniel Herbst in der 57. Minute beim Stand von 2:0 aus der Ruhe bringen. "Wir haben gezeigt, dass wir richtig gut verteidigen können", freute sich der Trainer über die Cleverness und Souveränität, mit der seine Mannschaft den eigenen Stiefel herunterspielte.

Denn ansonsten hat in dieser Spielzeit vorrangig die Offensivabteilung der Herner brilliert: Schon 76 Tore hat die Spielvereinigung erzielt - das ist deutlich der Ligahöchstwert. Dennis Kruckow führt mit 26 Treffern die Torjägerliste an - und ist derzeit herausragend in Form. Gegen Kaltehardt markierte der Angreifer zwei Tore, bemerkenswerter war jedoch sein Auftritt in der Woche zuvor: Beim 5:3-Sieg beim PSV Bochum schoss Kruckow alle fünf Treffer! "Er ist ein echter Torjäger und ein kompletter Stürmer", weiß Gerresheim, was er an seiner Tormaschine hat.

Die Maschine soll schließlich auch am kommenden Wochenende im Derby beim BV Herne-Süd ins Rollen kommen. Beim abstiegsbedrohten Tabellen-13. stellt sich der Horsthausener Trainer auf eine unangenehme Aufgabe ein: "Das wird ein heißer Tanz, denn Süd braucht jeden Punkt."

Autor: Hendrik Niebuhr

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