11.12.2015

BL NR 5: Was war da los?

Konfusion um angebliche Spielabsage

Foto: Elmar Redemann

Allgemeine Verwirrung um das Sonntagspiel der Bezirksliga Niederrhein 5 zwischen den Duisburger Klubs Rheinland Hamborn und dem SV Genc Osman.

Zur Überraschung aller Beteiligten stand die Begegnung zwischen den beiden Bezirksligisten kurioserweise kurz vor dem Aus. Offenbar sorgte ein Missverständnis dafür, dass die Partie fast an den Hürden der anscheinend selbst im Fußball allgegenwärtigen Bürokratie scheiterte. Trotz beiderseitiger Verblüffung über die angebliche Spielabsage von Seiten Rheinland Hamborns und der Beteuerung beider Mannschaften, in jedem Fall antreten zu wollen, konnte erst eine direkte Verbindung beider Trainer den Spielausfall verhindern.

Entweder hat uns da ein Ex-Vorstandsmitglied eins auswischen wollen oder die Seite wurde von irgendwem gehackt.
Fahri Ulutas

Ausgangspunkt war ein Fehleintrag von ominöser Stelle, so Rheinland-Coach Fahri Ulutas: "Ursprünglich wollten wir das Spiel verlegen. Irgendjemand hat dann aber anscheinend im entsprechenden Internetportal auf Spielausfall gedrückt. Ich habe keine Ahnung, wer das war. Das Portal lässt sich über eine App ansteuern, ist aber eigentlich nur für Vereinsverantwortliche zugänglich. Entweder hat uns da ein Ex-Vorstandsmitglied eins auswischen wollen oder die Seite wurde von irgendwem gehackt."

Bevor sich die Sache letztlich klärte, versicherte Ulutas, dass überhaupt kein Grund für eine Absage des Spiels vorläge: „Wenn Genc sagt, wir spielen, dann spielen wir. Wir haben genug Leute zur Verfügung und können spielen. Gerade im Abstiegskampf werden wir natürlich kein Spiel herschenken. Das ist alles äußerst seltsam. Ich hoffe, dass uns da noch irgendjemand weiterhelfen kann.“

Die andere Seite um Genc-Trainer Ilyas Basol war aber nicht weniger perplex und es herrschte auch hier die ebenso große Bereitschaft, dass Spiel stattfinden zu lassen. Die Kommunikationsversuche beider Teams die Angelegenheit zu bereinigen, führten aber zunächst in Sackgassen. So zum Beispiel über den Umweg des Staffelleiters, der stets auf den digitalen Eintrag beharrte und beide Seiten dazu aufforderte, direkt miteinander in Kontakt zu treten und die Sache – sofern von beiden Seiten gewünscht – zunächst untereinander zu klären.

Letztlich entschieden sich beide Trainer für einen direkten Kontakt, der das Missverständnis dann auch endgültig aufklärte. Die von Ulutas erhoffte Hilfe lag also viel näher als vermutet. Und so findet das Spiel zwischen den Nachbarclubs am Sonntag aller Voraussicht nach dann wohl doch statt.

Autor: Christian Lock

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